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750 Kinder beim 14. Puppenspielfestival Ausverkauftes Haus und begeisterte kleine Zuschauer

Von Marita Kammeier

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maka MELLE. Zwerg Nase, Mama Muh, die Kuh, und drei Monsterpuppen regten die Fantasie der Kinder am Sonntag an. Lebendiges Marionettentheater mit Musik, grandiosen Bühnenbildern und entzückenden Figuren erlebten insgesamt 750 Kinder beim 14. Puppenspielfestival im Forum.

„Ausverkauftes Haus“ verkündeten die Organisatorinnen vom Stadtmarketing, Astrid Voß und Maren Kleine-König. Zusätzliche Stühle wurden aufgestellt, um die noch ankommenden westfälischen Kinder aufzunehmen. Vergnügte Stunden mit viel Lachen, Klatschen und Staunen hatten auch die Erwachsenen bei den Aufführungen „Mama Muh“, „Zwerg Nase“ und „Wo die wilden Kerle wohnen“.

Während der vorwitzige Jakob seiner Mutter auf dem Gemüsestand hilft, lästert er über den Buckel und die lange Nase der Fee Kräuterweiß. Kurzerhand verzaubert die ihn in den Zwerg mit der Nase „so lang wie eine Knoblauchwurst“. Viele Abenteuer, wie das Klößekochen für den Herzog „Friss allein“, erlebt er mit den Freunden Felix und der Gans Mimi. Im Zaubergarten verwandelt der Zauberer ihn wieder in den Jungen und die Gans in die Prinzessin. Bezaubernde Figuren spielten, von magischer Hand geführt, vor wechselnden Bühnenbildern. Musikalische Untermalung unterstrich die lebendige Inszenierung des Märchens. Begeisterter Applaus belohnte das umfangreiche Repertoire von Monika Quest und Bernd Kühnel von der Teutoburger Puppenbühne aus Bielefeld.

Anhaltenden Beifall gab es anschließend auch für Birgit Neemann vom Theatrium aus Bremen für gleich zwei einfallsreiche, lustige und spannende Aufführungen. Fressen, wiederkäuen, glotzen und düngen – das Leben der Kuh. Doch Mama Muh war das zu langweilig. Zusammen mit der Krähe, die alles besser wusste, und dem surrenden Insekt hielt sie die Kinder mit immer neuen Aktionen in Atem. „Der Bauer kommt“, rief der kleine Finn im Publikum. Angeregt, hoch konzentriert und mit klaren Kommentaren beteiligten sich die Kinder am Geschehen auf der Bühne. Groß war die Freude bei Angelina, Sophie und Nicolas, als sie nach der Aufführung die Kuh streicheln durften.

„Endlich Feierabend“, rief die Mutter mit der roten Schürze in der Küche. Leider hatte Sohn Max nur Unfug im Sinn – die Kinder vor der Bühne konnten sich kaum halten vor Lachen. Traumwandlerisch wechselte die Küchenbühne in den Ozean. Max segelte als Matrose um die Welt und rief laut: „Klitsche, klatsche, Eiermatsche.“ Auf der Insel der wilden Kerle traf er drei gefährliche Monster, die ihn als Moppelkotze und Pupsgummi kochen wollten. Zum Glück erwachte er aus dem Traum und war fortan der liebste Junge.

„Wie heißt noch mal das Zauberwort?“ Finn, Mattes und Max konnten sich weder von den Monstern noch von den witzigen Begriffen trennen. Nach dem schönen Abschluss des zweiten Puppenspieltages waren die Reime noch lange in der Stadt zu hören.


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