Luftballons und Getränke zum Auftakt Startschuss für ein tolles Bauprojekt in Melle

Von Simone Grawe

Luftballons verkünden den Start für den Bau von bezahlbarem Wohnraum in Melle: Vertreter der Wohnungsbau Grönegau, der Stadt, der Sparkasse, der Lebenshilfe, aus der Politik, bauausführenden Firmen und der Architekt feiern den Baubeginn. Foto: Simone GraweLuftballons verkünden den Start für den Bau von bezahlbarem Wohnraum in Melle: Vertreter der Wohnungsbau Grönegau, der Stadt, der Sparkasse, der Lebenshilfe, aus der Politik, bauausführenden Firmen und der Architekt feiern den Baubeginn. Foto: Simone Grawe

Melle. Baubeginn für ein lang erwartetes Projekt in Melle: Mit bunten Luftballons, launigen Worten, kühlen Getränken und Eis ist der Startschuss für den Bau von 27 Sozialwohnungen gefallen.

Es ist ein Pilotprojekt mit landesweiter Bedeutung, das nach langer Planungsphase im Bereich Herrenteich/Breslauer Straße realisiert wird: Auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle entstehen 27 Sozialwohnungen, von denen zwei Drittel an Personen mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden und acht an Menschen mit Förderbedarf.

Große Gemeinschaft

Diese Kombination hat Pilotcharakter: „Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung soll ein Meilenstein für die Inklusion in Melle werden“, betonte Lothar Hemminghaus vom Vorstand der Lebenshilfe Melle.

Entsprechend groß war die Freude über den Baubeginn: Neben Vertretern der Wohnungsbau Grönegau (WBG), der Sparkasse, der Stadt und aus der Politik hatten sich auch der Architekt, Vertreter der bauausführenden Firmen sowie zahlreiche Nachbarn auf der Baustelle eingefunden, um in fröhlicher Runde den Auftakt zu feiern.

„Schön, dass Sie alle da sind und eine große Gemeinschaft darstellen“, erklärte Reinhard Scholz: „Wir freuen uns sehr über dieses tolle Projekt“. In Zeiten steigender Baupreise sei der Stadt nicht zuletzt dank der Fördermittel des Landes ein guter Spagat gelungen, geförderten Wohnungsbau anzubieten, unterstrich der Bürgermeister.

Zuschuss vom Land

Er freute sich ebenso über den Zuschuss des Landes, der es ermögliche, preiswerten Wohnraum zu offerieren, wie auch das architektonische Konzept. So werde das Bauprojekt, das bei einem landesweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurde, Beachtung weit über Melle hinaus erhalten, ist sich Reinhard Scholz sicher.

Diesen Faden nahm Dirk Hensiek gern auf, der von einem „optisch ansprechenden und sehr gelungenen Projekt“ sprach. Der WBG-Geschäftsführer freute sich, zum Auftakt so viele Menschen begrüßen zu dürfen, insbesondere die Nachbarn und die Vertreter der Heilpädagogischen Hilfe und der Lebenshilfe: „Wir sind stolz, dass hier ein besonders schönes Projekt entsteht. Es wird landesweit von Bedeutung sein“.

Gute Zusammenarbeit

„Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, in Melle bezahlbaren Wohnraum anzubieten und dass das Land seinen Beitrag dazu leistet“, ergänzte Gerda Hövel. Die Ortsbürgermeisterin und CDU-Landtagsabgeordnete bewertete es als „großartig“, dass in Melle dieses Pilotprojekt verwirklicht werde und damit der Fokus auf Menschen mit verschiedenen Bedarfen gerichtet werde.

Die Idee, das „Meller Modell“ zu entwickeln, geht auf eine Elterninitiative zurück. So haben sich vor gut acht Jahren zum ersten Mal Meller Eltern von Menschen mit Behinderung getroffen und sind mit dem Wunsch nach betreutem Einzelwohnen an die Öffentlichkeit getreten. In Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten und diversen Treffen sowie der Lebenshilfe Melle habe sich daraus das Meller Modell entwickelt.

Es hat gefunkt

„Bei einem Treffen zwischen der Lebenshilfe und der Wohnungsbau Grönegau hat es dann gefunkt“, beschrieb Lothar Hemminghaus das jetzt realisierte Wohnprojekt: Zentral gelegen, kurze Weg zur City, zu den Ärzten und zu den Werkstätten, dazu ein Treffpunkt, den HHO und Lebenhilfe nutzen: „Hier stimmt einfach alles“, freut sich der Sprecher der Lebenshilfe.


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