Fünfmal Badespaß Freibäder in Melle: Wellen, Palmen und Rutschen

Von Simone Grawe

Mit einem Flug ins kühle Nass: Viele Jugendliche schätzen in der „Batze“ in Welling die Sprungtürme.Fotos: Simone GraweMit einem Flug ins kühle Nass: Viele Jugendliche schätzen in der „Batze“ in Welling die Sprungtürme.Fotos: Simone Grawe

Melle. Der Supersommer 2018 mit Sonnenschein und hohen Temperaturen beschert auch den Freibädern in Melle Besucherzahlen in Rekordhöhe. Ein Streifzug durch die fünf Freiluftbäder.

Die Rundreise startet in Riemsloh: Es ist kurz vor 12 Uhr, und die Parkplätze sind schon gut belegt. Auffällig viele HF-Kennzeichen sind zu sehen: „Die Besucherzahlen sind top dieses Jahr“, sagt Simon Weinberg. So zwischen 800 und 900 Badegäste zählt er pro Tag: „Vor allem die Schattenplätze sind sehr begehrt“, berichtet er, während Mara und Jana den Schwimmmeister ansprechen. Die beiden Mädchen wollen demnächst ihr silbernes Schwimmabzeichen absolvieren und erkundigen sich nach den Bedingungen. Simon Weinberg gibt detailliert Auskunft.

Familiäre Atmosphäre

„Hier ist alles so total entspannt. Man hat alles im Überblick“, ergänzt Mutter Isabell. Sie ist regelmäßig hier und schätzt, wie so viele Gäste die familiäre Atmosphäre, die Überschaubarkeit und natürlich die angenehme Wassertemperatur mit konstant 28 Grad: „Das wissen unsere Stammschwimmer zu schätzen. Die kommen ja auch, wenn es kalt ist“, meint Simon Weinberg.

Einige Kilometer entfernt in Neuenkirchen überwacht Nico Schomecker den Badebetrieb in dem kleinen, aber feinen Freibad: „Hier ist es anders als in großen Bädern. Wer hierherkommt, der bleibt. Das Freibad ist ein Haupttreffpunkt hier im Dorf, ein schönes Angebot für Jugendliche. Nachmittags kommen die Mütter, und von überall hat man die Kinder im Blick.“

Kaffee gegen eine Spende

„Es ist wirklich sehr schön hier“, pflichtet Birgit Brune bei, während sie sich an der großen Kaffeekanne bedient. Gegen eine Spende kann jeder das Heißgetränk genießen: „Sobald man reinkann, bin ich hier. Aber das schreiben Sie bitte nicht. Nachher kommen noch so viele.“

So wie die Stammschwimmerin lobt auch Nico Schomecker das Engagement des Fördervereins, der zum Beispiel die Umkleiden aufgemöbelt hat: „Da steckt viel Eigenleistung drin, ein außerordentlich tolles Bürgerengagement“, erklärt Schomecker.

„Dieser Sommer ist wirklich top. Es macht einfach mehr Spaß zu arbeiten, wenn das Bad so voll ist, obwohl es natürlich anstrengend ist“, erzählt Rainer Dreyer. Gemeinsam mit drei Kollegen ist er an diesem Nachmittag im Wellenfreibad für die Aufsicht zuständig. Im Gegensatz zu den kleinen Bädern tummeln sich hier über 1000 Badegäste, die sich auf das große Wellenbecken, das Sport- und Sprungbecken verteilen. Auch der Liegebereich ist mit Handtüchern übersät.

Gäste sollen sich sicher fühlen

Zwei Kollegen der Meller Polizei begrüßen den Schwimmmeister: „Wir schauen immer regelmäßig vorbei und machen uns ein Bild vom Badebetrieb. Die Gäste sollen sich sicher fühlen“, erzählt einer der Ordnungshüter. Heute müssen sie nicht einschreiten; es ist zwar voll, die Atmosphäre aber entspannt.

Ebenso wie in Oldendorf, wo Andreas Exner seinen Dienst verrichtet: „Einfach idyllisch gelegen und wirklich ein Familienbad“, äußert sich der Schwimmmeister. Das kleine Bad in der Ortsmitte, das kürzlich wegen eines technischen Defektes zwei Tage geschlossen hatte, wird zumeist von Müttern und Vätern mit Kleinkindern frequentiert: „Die Jugendlichen fahren lieber nach Melle, dort gibt es mehr Aktivitäten“, weiß Andreas Exner.

Auch hier gibt es viele Stammschwimmer, die die Überschaubarkeit schätzen. Für sie und die anderen Badegäste hat der Schwimmmeister ein Bonbon parat: „Jetzt bei der Hitze bleibt das Bad eine Stunde länger offen, wir schließen um 20 statt um 19 Uhr.“

„Batze“ bei Familien beliebt

Ein ähnliches Entgegenkommen gibt es auch in der „Batze“ in Welling, wo Christian Schmeer gerade die Aufsicht hat. Es ist kurz vor 18 Uhr, und das bei Jugendlichen und Familien beliebte Bad ist noch ziemlich gefüllt: „Kein Vergleich zum letzten Jahr“, betont Christina Schmeet mit Blick auf die Besucherzahlen: „Im ersten Monat hatten wir schon halb so viele Besucher wie in der ganzen Saison 2017. Das war ein schönes Signal.“

Wie sein Kollege in Oldendorf dreht auch der Schwimmmeister in Welling den Schlüssel etwas später um, um den Betrieb langsam ausklingen zu lassen. Die Besucher erkennen es an. Wie in anderen Bändern auch sind es die immer wiederkehrenden Stammschwimmer, aber auch viele Besucher von außerhalb: „Ein pflegeleichtes Publikum“, urteilt Christian Schmeer.


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