Stadt weist Vorwürfe zurück Badeunfall: Kind aus Melle weiter in der Klinik

Von Christoph Franken

Im Sprungbecken (rechts) des Meller Wellenfreibades hatte sich das tragische Unglück ereignet. Archivfoto: Simone GraweIm Sprungbecken (rechts) des Meller Wellenfreibades hatte sich das tragische Unglück ereignet. Archivfoto: Simone Grawe

Melle. Der vierjährige Junge aus Melle, der am Samstagnachmittag in das Sprungbecken des Meller Wellenfreibades gefallen war und reanimiert werden musste, befindet sich weiterhin in einem Osnabrücker Krankenhaus.Die Stadtverwaltung weist erhobene Vorwürfe zurück.

„Er lebt“, sagte am Dienstag ein Verwandter auf Anfrage des „Meller Kreisblatts“. Der Mann widersprach damit anderslautenden Darstellungen in sogenannten sozialen Netzwerken, in denen bereits vom Tod des Kindes die Rede war.

Die Stadtverwaltung von Melle wies ebenfalls am Dienstag Kritik an Schwimmmeistern des städtischen Freibades mit deutlichen Worten zurück und sprach in diesem Zusammenhang von „öffentlichen Spekulationen“.

Ein Zeuge hatte unserer Zeitung berichtet, alle vier Rettungsschwimmer hätten sich um die Kopfverletzung eines anderen Kindes gekümmert und dabei die Aufsicht über das Becken vernachlässigt. Deswegen sei der Vierjährige genau zu diesem Zeitpunkt verunglückt. Ein Badegast hatte angekündigt, Strafanzeige gegen das Bad-Personal erstatten zu wollen.

„Nicht zutreffend“

Stadtsprecher Jürgen Krämer bezeichnete die Darstellungen als „nicht zutreffende Behauptungen“. Bei der Stadt sorge man sich noch immer um das Leben des vierjährigen tragisch verunglückten Jungen. Daher verbiete sich derzeit mit Rücksicht auf die Familie des Kindes und aller, die nach Kräften Hilfe geleistet und ihr Möglichstes gegeben hätten, jeglicher Kommentar. „Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt Stellung beziehen und den Spekulationen mit Sachlichkeit entgegentreten“, erklärte Krämer.


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