Camping liegt voll im Trend Das Gelände am Ludwigsee in Melle profitierte davon

Von Christoph Franken

Boomt: der Campingplatz am Ludwigsee. Foto: Gert WestdörpBoomt: der Campingplatz am Ludwigsee. Foto: Gert Westdörp

Melle. Landesweit ist auf Campingplätzen eine Verdoppelung bei der Zahl der Gäste und Übernachtungen festzustellen. Das freut auch Peter Grothaus, den Chef des Campingplatzes am Ludwigsee im Meller Stadtteil Gesmold: "Diese Zahlen stimmen", bestätigte er am Montag.

"Wir sind regelrecht ausgebucht, vor allem an den Wochenenden", sagte Grothaus. Zwischen 1000 und 1500 Gästen täglich verzeichnet die Vier-Sterne-Anlage an dem 4,5 Hektar großen Naturbade-See. Urlaub in Deutschland sei nämlich zur Zeit sehr angesagt und das gelte insbesondere für Camper. "Das merken auch die Hersteller von Wohnwagen und Wohnmobilen, die kommen momentan mit der Produktion kaum nach", wusste der Geschäftsführer zu berichten.

Das statistische Landesamt hatte am Montag die neuen Zahlen gemeldet. Die Statistiker stellten dabei fest, dass die Zahl ausländischer Gäste in diesem Jahr bisher niedersachsenweit um knapp neun Prozent gesunken sind. Diesen Trend kann Grothaus für seine Anlage nicht nachvollziehen. " WIr haben nach wie vor Gäste aus ganz Europa", berichtete er. Dabei spiele sicherlich die A 30 als Ost-West Achse eine wichtige Rolle. Insbesondere Niederländer machten auf dem Weg Richtung Osten am Ludwigsee gerne Station. Das gelte dann ein zweites Mal auch wieder bei deren Heimfahrt. 

Außerdem verzeichnet Grothaus zahlreiche treue weil zufriedene Stammgäste. "Die buchen bereits zwei Jahre im Voraus". Auch das Angebot des "Oktoberfestes" auf dem Campingplatz sei in diesem Jahr bereits "fast ausgebucht". Das gelte im übrigen auch schon für Pfingsten 2019.

Während am Dümmer-See wegen der aufgetreten Blaualgen Badeverbot herrscht, ist nach Angaben des Campingplatzbetreibers die Wasserqualität des Ludwigsees nach wie vor gut. Die Aufsichtsbehörde des Landkreises entnehme regelmäßig Wasserproben. Natürlich wisse er nicht, wie der See bei anhaltender Hitze reagiere. "Aber noch ist alles gut", betonte Grothaus. 




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