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Stadt gibt Stellungnahme ab Kind nach Badeunfall in Meller Freibad weiter in Lebensgefahr

Von Uli Bunsmann und Simone Grawe

Im Zusammenhang mit dem Unfall im Meller Wellenfreibad wurde zwischenzeitlich auch ein Rettungshubschrauber angefordert. (Foto: NWM-TV)Im Zusammenhang mit dem Unfall im Meller Wellenfreibad wurde zwischenzeitlich auch ein Rettungshubschrauber angefordert. (Foto: NWM-TV)

Melle. Im Wellenfreibad Melle ist es am Samstagnachmittag zu einem Badeunfall mit einem Kleinkind gekommen.

Nach Polizeiangaben wurde ein vierjähriger Junge um 15.59 Uhr bewusstlos auf dem Boden des Sprungturmbeckens bemerkt. Er ist möglicherweise unbemerkt ins Wasser gefallen. Dies konnte die Polizei auf Nachfrage aber nicht bestätigen.

Badegäste holten das Kind aus dem Wasser. Es wurde von Ersthelfern, unter denen sich auch eine Krankenschwester befand, und dem Schwimmmeister reanimiert. Nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen wurde der Junge in ein Osnabrücker Krankenhaus gebracht, es bestand noch am Sonntag akute Lebensgefahr.

Zeitgleich mit dem tragischen Unfall war das Freibadpersonal mit einem weiteren Behandlungsfall beschäftigt, bestätigte Polizeisprecherin Anke Hamker auf Nachfrage unserer Redaktion. Demnach kümmerten sich Bademeister und Rettungsschwimmkräfte auf dem Podest zwischen Wellenbecken und Sportbecken um ein Kind, das sich am Hinterkopf verletzt hatte und stark blutete. Zur gleichen Zeit muss wohl der vierjährige Junge in das Sprungbecken gefallen sein.

Stellungnahme der Stadt

Die Stadt hat sich auf Anfrage unserer Redaktion in einer Stellungnahme zu dem tragischen Unfall geäußert: „Unser Schwimmmeister, der durch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement beim DRK über entsprechende Qualifikationen verfügt, und zwei weitere Ersthelfer, bei denen es sich um eine Krankenschwester und um einen Rettungssanitäter gehandelt haben soll, taten alles Erdenkliche , um den Jungen ins Leben zurückzuholen“, sagte Stadtsprecher Jürgen Krämer.

Obwohl die Ersthelfer angesichts der Lage vor Ort unter einer hohen psychischen Belastung gestanden hätten, seien die Reanimationsmaßnahmen am Ende von Erfolg gekrönt gewesen.

„Unser Dank gilt neben dem Schwimmmeister und den beiden anderen Helfern auch dem herbeigeeilten Notarzt und den Rettungsassistenten, die die weitere Behandlung des Kleinkindes durchführten“, erklärte Krämer: „In Gedanken sind wir bei dem Jungen und bei seinen Angehörigen, denen wir in diesen schweren Stunden Kraft und Stärke wünschen.“


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