Hallenbad bleibt geschlossen Melle appelliert an die Bürger: Wasser sparen

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Die Stadt Melle ruft die Bürger nachdrücklich zum Wassersparen auf. Sollte der Appell nicht fruchten, denkt die Stadt über eine Wassernotstandsverordnung nach. Symbolfoto: dpaDie Stadt Melle ruft die Bürger nachdrücklich zum Wassersparen auf. Sollte der Appell nicht fruchten, denkt die Stadt über eine Wassernotstandsverordnung nach. Symbolfoto: dpa

Melle. Der Jahrhundertsommer hat für Melle dramatische Folgen. Wegen der extremen Dürre fordert die Stadt die Bürger nachdrücklich zum Wassersparen auf.

Das Hallenbad bleibt zunächst geschlossen, Sportstätten und Grünanlagen werden nicht oder nur eingeschränkt beregnet, und es gibt Überlegungen, vorübergehend eines der Freibäder zu schließen. Das sind die Ergebnisse aus der Sitzung eines Krisenstabs, der am Freitag unter Vorsitz von Bürgermeister Reinhard Scholz und Erstem Stadtrat Andreas Dreier tagte. Der Bürgermeister hat wegen der extremen Situation seinen Urlaub unterbrochen.

Der tägliche Wasserverbrauch ist von durchschnittlich 5500 Kubikmeter auf 8860 Kubikmeter gestiegen: „Wir haben mit diesem Spitzenwert am Donnerstag die Grenze unserer Leistungsfähigkeit erreicht“, erklärte Betriebsleiter Klaus Leimbrock.

Um die Trinkwasserversorgung der rund 38 000 Einwohner, die an das Versorgungsnetz angeschlossen sind, trotz der anhaltenden Dürre aufrechterhalten zu können, fordert die Stadt Melle die Bevölkerung auf, Wasser zu sparen und beispielsweise auf die Bewässerung von Gärten – insbesondere auf das Rasensprengen – und das Auffüllen von privaten Schwimmbecken zu verzichten.

Keine Beregnung

Beim Wassersparen geht die Stadt selbst mit gutem Beispiel voran. Sie verzichtet auf die Wiedereröffnung des Grönegaubades und stellt bis auf Weiteres die Beregnung der öffentlichen Sportplätze ein. Außerdem werden lediglich Jungbäume und Blühpflanzen mit Brauchwasser versorgt. Um mit diesen Maßnahmen die öffentliche Wasserversorgung nicht zu belasten, kommt bei diesen Bewässerungsaktionen ausschließlich Brauchwasser aus der Kläranlage in Melle-Mitte zum Einsatz.

Die Stadt appelliert an die Bürger, auf den persönlichen Luxus beim Wasserverbrauch zu verzichten.

Sollte der Appell nicht auf fruchtbaren Boden fallen, wird die Stadt in Kürze eine Wassernotstandsverordnung erlassen, die es der Bevölkerung bis auf Weiteres untersagt, private Gartenanlagen wie Rasenflächen und Rabatten mit Wasser aus der öffentlichen Wasserleitung zu bewässern. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass bei einer Verschärfung der Lage möglicherweise an dem einem oder anderen Standort vorübergehend der Freibadbetrieb eingestellt wird.


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