Mittwoch kommen die Bagger Baubeginn für 27 Sozialwohnungen in Melle

Von Simone Grawe

Die Baulücke an der Breslauer Straße in Melle-Mitte wird schon bald geschlossen. Dort soll sozialer Wohnungsbau entstehen. Archivfoto: Michael HengeholdDie Baulücke an der Breslauer Straße in Melle-Mitte wird schon bald geschlossen. Dort soll sozialer Wohnungsbau entstehen. Archivfoto: Michael Hengehold

Melle. Der Baubeginn von Sozialwohnungen in Melle-Mitte steht unmittelbar bevor: Am Mittwoch, 8. August, rücken auf dem Gelände im Bereich Herrenteich/Breslauer Straße die Bagger an. Hier entstehen 27 sozial geförderte Wohnungen.

„Dieses Projekt ist anders als andere Projekte. Es stellt die Wohnungsbau Grönegau vor besondere Herausforderungen. Gleichwohl freuen wir uns, dass wir unserer sozialen Verantwortung gerecht werden“, betont Dirk Hensiek. Der Geschäftsführer der stadteigenen Wohnungsbau Grönegau (WBG) zeigt sich hocherfreut über den Baubeginn, nachdem alle planerischen Voraussetzungen in trockenen Tüchern sind.

Demnach wird am kommenden Mittwoch mit dem Bodenaushub begonnen, wobei die Erde nach Bruchmühlen abtransportiert wird. Sie wird an der Meller Straße in dem neuen Baugebiet „Schwarze Heide“ als Lärmschutzwall Verwendung findet. Die Fläche hatte die WBG im vergangenen Jahr erworben.

Mit einer kleinen Auftaktveranstaltung im Beisein der Nachbarn und einiger potenzieller Mieter fällt um 17 Uhr der Startschuss für das Bauprojekt an der Breslauer Straße. Auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle entstehen demnach 27 Wohnungen, von denen zwei Drittel als Sozialwohnung an Personen mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden: „Angesichts der aktuell deutlich steigenden Baupreise war es eine große Herausforderung, die maximal zulässige Miete im geförderten Wohnungsbau von 5,60 Euro zu erheben, was aber nach Überwindung einiger Hürden nun gelingen kann“, betont Dirk Hensiek. 18 Wohnungen sollen zu diesen Konditionen angeboten werden. Weitere Infos zur Wohnraumförderung gibt‘s in der Wohnraumförderstelle der Stadt.

Treffpunkt für alle

Bis zu acht Wohnungen sollen in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Melle und der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) vorrangig an Menschen mit Förderbedarf, vermietet werden. Zur Unterstützung dieser Mieter wird im Neubau ein Treffpunkt, ein so genannter Social Cubes (Sozialwürfel wegen des quadratischen Zuschnitts) geschaffen. Dort bieten Lebenshilfe und HHO Beratungsleistungen und Unterstützungsangebote für die Mieter an. Ein Drittel der Wohnungen wird zu marktüblichen Preisen für Neubauwohnungen angeboten.

Die Wohnungen in dem dreigeschossigen Gebäude sind zwischen 60 und 95 Quadratmeter groß und sind je nach Anzahl der Räume für Singles, Paare oder Familien geeignet: „Eine gute Durchmischung. So wird ein gut vernetztes, lebendiges und sozial verantwortungsvolles Quartier in Meller Zentrum entstehen“, äußert sich Dirk Hensiek.

Den Planungsauftrag hat die WBG an das Büro Martens und Sternkopf vergeben. Dies ist auf deren Leistung in einem Wettbewerb zurückzuführen, den die Architektenkammer Niedersachsen/Bremer gemeinsam mit dem Verband der Wohnungswirtschaft und dem Sozialministerium unter der Prämisse ausgelobt hatte, Lösungen zu entwickeln, um in angemessener Qualität und Nachhaltigkeit bezahlbare Wohnungen zu bauen.

Wirkt wie ein kompakter Baukörper, die Teile sind aber versetzt: An der Breslauer Straße entstehen 27 neue Wohnungen. Grafik: Martens und Sternkopf

Unter dem Leitfaden „bezahlbaren Wohnraum“ unter der Prämisse steigender Baukosten zügig und effektiv umzusetzen, hatte das Fachbüro einen Anerkennungspreis erhalten: „Vor diesem Hintergrund ist das Projekt von landesweiter Bedeutung“, unterstreicht Dirk Hensiek die Besonderheit des Vorhabens. Ende nächsten Jahres sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.


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