Autofahrer lebt Zerstörungslust aus Blühende Sonnenblumen in Riemsloh plattgefahren

Entsetzt betrachtet Gerd Wilken das Zerstörungswerk eines Autofahrers an einem Maisfeld an der Westhoyeler Windmühle. Foto: Norbert WiegandEntsetzt betrachtet Gerd Wilken das Zerstörungswerk eines Autofahrers an einem Maisfeld an der Westhoyeler Windmühle. Foto: Norbert Wiegand

nwRiemsloh. Ein in voller Blüte stehender Streifen mit Sonnenblumen wurde von einem Autofahrer einfach plattgefahren.

„Da will man einen Beitrag zum Naturschutz und zu einer schönen Umgebung der Westhoyeler Mühle leisten – und dann so was“, ärgert sich Landwirt Gisbert Wilken. Ein Autofahrer zeigte keinerlei Achtung für die Blühpflanzen, die für seltener gewordene Insekten inzwischen einen wichtigen Lebensraum darstellen.

Blütenpracht

„Auch für die vielen Besucher der Westhoyeler Mühle war die Blütenpracht eine große Freude“, ergänzt eine Nachbarin. So manche Blumenfreunde hätten sich nach Rücksprache mit dem Bauern einen Strauß für Zuhause mitgenommen. Für sie ist es völlig unverständlich, dass es manchen Zeitgenossen Spaß machen kann, Natur zu zerstören.

Die trockene Witterung spielte dem Autofahrer in die Hände. Auf dem festen Boden brauchte er keine Sorgen zu haben, mit seinem Gefährt stecken zu bleiben. Am vergangenen Wochenende hätte sich eine Gruppe junger Leute an der Mühle getroffen, äußerte Gerd Wilken einen Verdacht, der natürlich nicht bewiesen werden könne.

„Am Wochenende war das Müllerhaus nicht vermietet“, erklärt Günter Oberschmidt, der Vorsitzende des Vereins zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich Gruppen unangemeldet auf dem offenen Gelände verabreden. Dies komme gelegentlich vor.

„Wir wollen das Mühlenensemble und die direkte Umgebung immer in ansprechender Weise präsentieren“, ergänzte Oberschmidt. „Deshalb war der Mühlenverein hoch erfreut, dass der benachbarte Landwirt für einen so schönen Bewuchs direkt an unserer Wallholländermühle gesorgt hatte“, zeigt Riemslohs Ortabürgermeister volles Verständnis für die Enttäuschung der Landwirte-Familie. „Es ist besonders bedauerlich, wenn Engagement für die Gemeinschaft und die Natur durch mutwillige Zerstörungswut bestraft wird“, so Oberschmidt.


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