Am Wochenende blieb es ruhig Nach Schlägerei: Polizei zeigt Präsenz im Freibad

Von Simone Grawe

Die Polizei in Melle hat ihre Präsenz im Wellenfreibad verstärkt, nachdem es dort am Donnerstag eine große Schlägerei mit rund 40 Beteiligten gegeben hatte. Symbolfoto: Michael GründelDie Polizei in Melle hat ihre Präsenz im Wellenfreibad verstärkt, nachdem es dort am Donnerstag eine große Schlägerei mit rund 40 Beteiligten gegeben hatte. Symbolfoto: Michael Gründel

Melle Nach der Schlägerei im Meller Wellenfreibad mit etwa 40 Beteiligten hat die Polizei ihre Präsenz in der Badeanstalt am Wochenende deutlich verstärkt.

„Unsere Kollegen sind das ganze Wochenende über vor Ort gewesen. Es hat keine besonderen Vorkommnisse gegeben“, teilte Polizeisprecher Peter Kleinfeld am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Noch keine Zeugen

Dem Aufruf im Meller Kreisblatt, dass sich nach dem verheerenden Vorfall vom Donnerstag Zeugen melden mögen, sei bislang noch niemand gefolgt, berichtete Peter Kleinfeld: „Wir würden uns freuen, wenn es noch Zeugen gäbe, die nähere Angaben zu der Auseinandersetzung machen könnten“. Hinweise nimmt die Dienststelle in Melle unter 05422/920600 entgegen.

Am Donnerstag war es um kurz nach 16 Uhr zu einem Konflikt unter Badegästen gekommen. Etwa 40 Personen mit Migrationshintergrund waren aneinander geraten, darunter mehrere Akteure einer polizeibekannten Großfamilie aus Melle. Freibadbesucher hatten das Gefühl, dass die Situation eskalieren könnte, woraufhin ein Mitarbeiter des Bades die Polizei rief.

Aggressiv und beleidigend

Die rückte mit mehreren Streifenbesatzungen aus Melle und aus Bünde an, auch Beamte der Autobahnpolizei waren vor Ort, um die Situation in den Griff zu bekommen. Insbesondere ein 39-jähriger Mann aus der Meller Großfamilie war äußerst aggressiv. Er pöbelte die Polizei an und bedrohte die Beamten. Daraufhin erhielt er einen Platzverweis und Freibadverbot für die ganze Saison.

Über den Auslöser der Streiterei gibt es keine näheren Angaben. Eine Körperverletzung zwischen Angehörigen zweier Großfamilien könnte der Anlass gewesen sein. Als Konsequenz aus dem Vorfall kündigte die Meller Polizei eine verstärkte Präsenz im Wellenfreibad an, um damit einen reibungslosen Badebetrieb zu garantieren.


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