Jagdgenossenschaft finanziert Auf dem Hoffest in Buer die Dorfgemeinschaft stärken

Von Catharina Kellermann


Buer. Die Jagdgenossenschaft Bulsten-Wehringdorf lud am Samstag zum Dorffest auf den Hof Pottebaum im Bueraner Ortsteil Wehringdorf ein. Viele Jagdgenossen sowie Bewohner der beiden Ortsteile Bulsten und Wehringdorf folgten der Einladung und genossen einen geselligen Abend unter freiem Himmel.

Die Jagdgenossenschaft richtet etwa alle zwei Jahre das Dorffest aus. „Sobald die Finanzen es zulassen,“ erklärte das Vorstandsmitglied der Jagdgenossenschaft Heinrich Freese.

Bekanntschaften knüpfen

Das Fest soll allen die Gelegenheit bieten, Bekanntschaften zu erneuern und neu zu knüpfen. Die Gäste nahmen diese Möglichkeit gerne wahr und nutzten das Treffen zu Gesprächen. Manche Mitbürger treffe man nur auf solchen Veranstaltungen, erklärte eine Anwohnerin. Im normalen Alltag reiche es oft nur zu einem kurzen Gruß. Es sind Veranstaltungen wie dieses Dorffest, die die Dorfgemeinschaft stärken und zusammen wachsen lassen, war die einhellige Meinung. Auch ein kleiner Regenschauers zwischendurch tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Stilecht schenkte der ehemalige Jagdpächter Heinrich Steffen eine jagdliche Spirituose an die Gäste aus. Selbstverständlich erschöpfte sich das Getränkeangebot damit aber nicht, für jeden Durst ließ sich etwas finden. Ebenso wie die Getränke waren auch Bratwürstchen und Salate kostenfrei. „Die Einnahmen der Jagdpacht stellen die Jagdgenossen für dieses Fest zur Verfügung, so dass es für alle Gäste kostenlos ist,“ erläuterte Gustav Upmeyer, der selbst mehr als 50 Jahre Jagdpächter gewesen war.

Lustige Jagdgenossen

Gustav Pottebaum, der erste Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Bulsten-Wehringdorf, stellt inzwischen seit mehreren Jahren seinen Hof als Veranstaltungsort für das Dorffest zur Verfügung. „Dieses Jahr haben wir erst überlegt, auf der Diele zu feiern, aber nachdem es heute dann aufgeklart ist, haben wir hier draußen alles aufgebaut,“ erklärte er.

Es gebe etwa 40 Jagdgenossen in Bulsten und Wehringdorf und das Jagdgebiet sei ungefähr 450 Hektar groß. Zu den Jagdgenossen gehöre jeder Grundstückseigentümer mit jagdbarem Grund, führte Gustav Pottebaum aus. Nicht jeder Jagdgenosse sei auch gleichzeitig Jäger, einige steltlen lediglich ihr Grundstück zur Verfügung.

Deshalb sei es wichtig, Jagdpächter zu haben, die die Jagd ausüben. „Es ist wichtig, dass man sich gut mit seinen Mitjägern und den Eigentümern versteht,“ führte Gustav Upmeyer aus. „Das hat bereits mein Vater, der ebenfalls für über 50 Jahre Jagdpächter war, immer betont.“ Wenn dies der Fall sei, dann gebe es auch keinen Jagdneid, fügte Heinrich Steffen hinzu.

Die beiden ehemaligen Jagdpächter freuten sich, dass sie mit Gerd Focken und Hans-Jürgen Harting fähige Nachfolger haben. Denn mit mehr als 80 Jahren sei man doch langsam zu alt für die Jagd geworden, erklärte Heinrich Steffen belustigt.


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