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27.07.2018, 14:30 Uhr KOMMENTAR ZUR DEBATTE IN MELLE-OLDENDORF

Geplante Schweine-Mastanlage: Warum auf Meller Anhöhe?

Von Christoph Franken


Auch die Bewohner von Bakum fühlen sich betroffen: Das Foto wurde vom geplanten Standort aus aufgenommen. Foto: Christoph FrankenAuch die Bewohner von Bakum fühlen sich betroffen: Das Foto wurde vom geplanten Standort aus aufgenommen. Foto: Christoph Franken

Oldendorf. Die geplante Ansiedlung einer Schweine-Mastanlage im Meller Stadtteil Oldendorf kommentiert Christoph Franken für das „Meller Kreisblatt“.

Oldendorfs Umfeld ist landwirtschaftlich geprägt, und es muss einem im Dorf ansässigen Bauern daher möglich sein, sich dort zu erweitern und die Existenzgrundlage seines Hofes dauerhaft zu sichern. Dabei spielt es keine Rolle, ob er eine konventionelle Schweinemast aufziehen will und wo dafür die Absatzmärkte sind: Das ist allein seine betriebswirtschaftliche Entscheidung.

Auf einem anderen Blatt stehen die durchaus berechtigten Bedenken der Anwohner. Sie fürchten um Aufenthalts- und Lebensqualität, wenn 1470 Schweine in unmittelbarer Sichtweite gehalten werden. Dazu kommt, dass der momentan geplante Standort auf einer Anhöhe liegt: Eine solche Lage wie auf dem Präsentierteller muss nun wirklich nicht sein. Dieser Aspekt könnte im Baugenehmigungsverfahren noch eine wichtige Rolle spielen, denn das Bauvorhaben darf das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen.

Nun liegt es an Stadt und Bauherren, noch einmal darüber nachzudenken, wie Landwirt und Anwohner befriedet werden können.


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