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26.07.2018, 16:30 Uhr KOMMENTAR

Haltung der Stadt Melle ist unverständlich

Kommentar von Christoph Franken

In Hamburg waren am Mittwoch sogar Wasserwerfer der Polizei unterwegs, um Bäume und Sträucher im Stadtpark zu wässern. Foto: dpaIn Hamburg waren am Mittwoch sogar Wasserwerfer der Polizei unterwegs, um Bäume und Sträucher im Stadtpark zu wässern. Foto: dpa

Melle. Die trockenheitsbedingt angespannte Situation der Bäume und Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen der Stadt Melle kommentiert Christoph Franken für das „Meller Kreisblatt“.

Warum die Stadtverwaltung bislang zögert, die Bürger oder einzelne Feuerwehren um Hilfe beim Wässern der Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen zu bitten, bleibt ihr Geheimnis. Der städtische Baubetriebsdienst und seine Gärtnertruppe mögen noch so fleißig sein: Bei diesen Hitzewerten schaffen sie es einfach nicht, die Bäume im riesigen Stadtgebiet mit Wasser zu versorgen. Davon zeugen herabhängende Blätter und erste vertrocknete Äste.

Die Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises scheuten sich nicht, die Ortsfeuerwehr Buer zu Hilfe zu rufen, als bereits vor einigen Tagen die Bäume im Amerika-Hain schlappmachten. Den anderen städtischen Bäumen aber scheint innerhalb der Stadtverwaltung ein Fürsprecher zu fehlen, zumal der städtische Umweltbeauftragte „aus persönlichen Gründen“ dem Stadthaus den Rücken gekehrt hat. Ein Nachfolger ist zwar bereits gekürt, aber sein Eintrittstermin in die Stadtverwaltung noch offen.

Auch am Wasser mangelt es nicht, denn es gab schon Sommer mit einem höheren Verbrauch im Stadtgebiet.

Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren hat absoluten Vorrang, keine Frage. Aber eine Gießaktion dürfte eine gut aufgestellte Wehr nicht überfordern.


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