Feuerwehr: Kein Auftrag der Stadt Melles Bäume haben es schwerer als anderswo

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Wasser marsch: In Osnabrück hilft die Feuerwehr bei der Bewässerung von Bäumen in der City. Foto: Swaantje HehmannWasser marsch: In Osnabrück hilft die Feuerwehr bei der Bewässerung von Bäumen in der City. Foto: Swaantje Hehmann

Melle. In mehreren Kommunen der Region unterstützen die Feuerwehren ihre Städte und Gemeinden beim Wässern von Bäumen. Denen drohen wegen der anhaltenden Trockenheit bleibende Schäden oder sie sterben sogar ab. In Melle gibt es eine solche Zusammenarbeit bisher nicht.

Ein Trupp der Ortsfeuerwehr Buer hatte zwar - wie berichtet - vor wenigen Tagen die Bäume im Amerika Hain des Stadtteils vor weiteren Trockenschäden gerettet, indem drei Wehrleute die Bäume eine Stunde lang kräftig wässerten. Dabei war die Stadtverwaltung aber nicht involviert, denn die Ortsfeuerwehr war einer Bitte des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises gefolgt. Der hat den Hain angelegt und unterhält ihn.

Blauröcke als Gärtner

In Osnabrück rückten bereits Freiwillige Feuerwehren zu öffentlichen Grünanlagen aus. Sie fuhren mit ihrem Löschgerät zu mehreren Plätzen und Straßen in der Innenstadt und wässerten dort 78 Bäume. Parallel dazu waren Feuerwehrleute auch an einer Verbindungsstraße als Gärtner aktiv. Ein Sprecher der Osnabrücker Wehren erklärte, eigentlich sie die Bewässerung von Bäumen nicht deren Aufgabe: In Zeiten der Dürre erbringe man diese Hilfeleistung für die Stadt aber gerne. Weitere Wehren würden sich demnächst beteiligen. Die Osnabrücker Stadtverwaltung hat zudem die Bürger gebeten, öffentliches Grün vor ihren Haustüren zu gießen.

Einen solchen Appell hat die Stadtverwaltung von Melle bisher nicht gestartet. Und auch ein Ersuchen an die Feuerwehren um Unterstützung ist bisher nicht erfolgt.

Keine Begeisterung

Melle Feuerwehrsprecher Martin Dove bestätigte das auf Anfrage. Sollte die Stadt im Rahmen der Amtshilfe aber darum bitten, würden sich die Meller Ortsfeuerwehren sicherlich nicht verweigern. Schließlich sei die Feuerwehr Teil der Stadt. Aus diesem Grund müsste die Stadt einen solchen Einsatz auch nicht bezahlen, bestätigte ein Stadtsprecher.

Begeistert zeigte sich Dove aber nicht. Schließlich müsse angesichts der anhaltenden Trockenheit zunächst vorrangig die Einsatzbereitschaft der Wehren mit gefüllten Tanklöschfahrzeugen erhalten bleiben.


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