Brunnen muss tiefer gebohrt werden Tierheim Melle hat Probleme mit Wasserversorgung

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Der nur etwa sieben bis acht Meter tiefe Brunnen am Tierheim Melle bereitet Charlotte Bockrath-Regel (links) und Panela Opitz zunehmend Sorgen. Foto: Christina WiesmannDer nur etwa sieben bis acht Meter tiefe Brunnen am Tierheim Melle bereitet Charlotte Bockrath-Regel (links) und Panela Opitz zunehmend Sorgen. Foto: Christina Wiesmann

Melle. Die andauernde Hitze im Grönegau macht vielen zu schaffen. Besonders schlimm wird es, wenn das Wasser knapp wird. Im Tierheim Melle steht das Team aktuell deshalb vor einem großen Problem.

Der Brunnen, der das Haus mit Wasser versorgt, ist nicht tief genug: „So zwischen sieben und acht Meter“, schätzt Charlotte Bockrath-Regel. Schon seit Wochen gibt es Probleme, die der warme und trockene Sommer nur schlimmer macht.

Nur braune Brühe

Aus dem Wasserhahn kommt, wie Charlotte Bockrath-Regel, Vorsitzende des Tier- und Naturschutzvereins Melle, berichtet, teilweise „nur eine braune Brühe“. Die Pumpe im Keller muss manuell ein- und ausgeschaltet werden. Denn wenn kein Wasser da ist, das gepumpt werden kann, zieht das System stattdessen Luft in die Leitungen. Und die entweicht dann gurgelnd und zischend dem Wasserhahn – ohne einen Tropfen Wasser auszuspucken. Eine schlimme Situation für alle Tiere und Menschen vor Ort.

Mitstreiterin Panela Opitz bringt es auf den Punkt: „Wir freuen uns über jeden Tag, an dem hier überhaupt Wasser da ist.“

Von Zuhause bringen die Mitglieder des Vereins, der das Tierheim an der Riemsloher Europastraße betreibt, Wasser mit. Dazu zählt neben dem Trinkwasser für die Tiere und Mitarbeiter auch das Wasser, mit dem gewischt und geputzt werden kann. „Das ist eine unheimliche Belastung und eine ziemlich aufwendige logistische Aufgabe“, gibt Panela Opitz offen zu.

„Eiskalt erwischt“

Wenn der Inhalt im Wasserspeicher es zulässt, kann das Team im Tierheim Melle „auch mal eine Ladung Wäsche waschen“. Meistens aber nehmen die Mitarbeiter die Sachen mit nach Hause, um sie dort zu waschen. „Die Hygiene muss einfach gewährleistet sein“, betont Charlotte Bockrath-Regel.

Eine dauerhafte Lösung ist der aktuelle Zustand nicht, so viel ist klar. Der alte Ringbrunnen kann nicht tiefer gebohrt werden, wie Charlotte Bockrath-Regel erfahren hat. „Deshalb muss neu gebohrt werden, mindestens 50 Meter tief“, sagt sie. Ein unerwartetes Projekt, das den Verein, der das Tierheim Melle derzeit noch weiter saniert, „eiskalt erwischt“.

Nun ist der Verein auf der Suche nach Unterstützern, benötigt „Hilfe jeglicher Art“ sowie „qualifizierte und vor allem zuverlässige Unterstützung bei der Umsetzung“.

Unterstützer und alle, die mehr Informationen möchten, können sich gerne telefonisch beim Verein melden. Das Bereitschaftstelefon ist unter der Nummer 05422/7193 erreichbar.


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