Imbrock und Wilke erobern USA Meller Tischtennissenioren ziehen positive WM-Bilanz


Melle Mit über 5500 Sportlern aus 99 Nationen gab es bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften der Senioren den erwarteten Teilnehmerrekord. An 198 Tischen gleichzeitig gingen die Athleten im Convention Center im amerikanischen Las Vegas an den Start, unter ihnen Dieter Imbrock von der SV Oldendorf und Manfred Wilke (TTC Topspin Grönegau).

Wilke, nach Bandscheibenvorfall noch mit Trainingsrückstand, spielte in der Altersklasse der über 50-Jährigen ein überraschend gutes Turnier. Als Gruppenzweiter mit nur einer Niederlage gegen den Russen Savelev, der später Bronze gewann, gelangte er ins Hauptfeld. In der Endrunde besiegte er noch einen Australier und belegte schließlich nach dem Aus gegen einen Finnen einen geteilten 65. Platz. Sieger in dieser Altersklasse wurde übrigens der mehrfache frühere Weltmeister Jörgen Persson aus Schweden.

Im Doppel lief es weniger erfolgreich: Als Gruppendritter mit zugelostem Partner vom hessischen Tischtennisverband verpasste Wilke die Endrunde mit einem Sieg und zwei Niederlagen. In der anschließend ausgespielten Trostrunde gab es noch Siege gegen zwei Franzosen und ein russisch-serbisches Duo und somit den Einzug ins Achtelfinale, wo gegen zwei Engländer Schluss war.

Der Oldendorfer Dieter Imbrock war mit Ambitionen auf vordere Plätze gestartet, da er erstmals in der Altersklasse Ü70 starten durfte. Im Einzel haderte er dann aber mit einer unglücklichen Auslosung und sehr starken Gegnern. Die Gegner aus der Türkei und aus Tschechien waren einfach zu gut an diesem Tag, ein Sieg gegen einen Polen reichte nicht zum Erreichen der Endrunde. In der Trostrunde schaffte Imbrock es mit vier Siegen immerhin bis ins Viertelfinale, wo ihn ein Japaner knapp in fünf Sätzen schlug und aus dem Turnier warf.

Den großen Auftritt gab es aber im Doppel: Mit seinem Partner, dem ehemaligen Bundesligaschiedsrichter Karl-Josef Assenmacher, spielte er sich in einen wahren Rausch und wurde souverän Gruppensieger. Insgesamt gab man in der Vorrunde bei den Siegen gegen Paare aus Taipeh, Indien und die USA lediglich einen Satz ab. In der Finalrunde ging es zunächst mit einem Sieg gegen ein Duo aus China/Israel weiter. Anschließend folgte jedoch das Aus gegen zwei Chinesen, die ein wenig glücklicher agierten. Drei weitere Siege fehlten letztlich zur ersehnten WM-Medaille, aber die Enttäuschung hielt sich aufgrund der gezeigten Leistungen in Grenzen.

Neben dem sportlichen Geschehen nutzte das Meller Duo die USA-Reise auch zur Pflege von alten und neuen Bekanntschaften. Auch sonst war Las Vegas eine Reise wert, nicht nur weil ein Gewinn beim Roulette die Reisekasse um 500 Dollar aufbesserte. Imbrock und Wilke erkundeten die Stadt und besuchten zudem einige Nationalparks. pm


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