Einsatz am Montagabend in Buer Meller Feuerwehrleute als Baumretter im Amerika-Hain

Feuerwehreinsatz bei brütender Hitze: Mitglieder der Ortsfeuerwehr Buer am Montagabend während der Bewässerungsaktion im Amerika-Hain. Foto: Deutsch-Amerikanischer Freundeskreis MelleFeuerwehreinsatz bei brütender Hitze: Mitglieder der Ortsfeuerwehr Buer am Montagabend während der Bewässerungsaktion im Amerika-Hain. Foto: Deutsch-Amerikanischer Freundeskreis Melle

pm Buer. Die Dürre der letzten Zeit setzt auch den Bäumen im Amerika-Hain im Meller Stadtteil Buer mächtig zu – so sehr, dass beispielsweise der Amerikanische Amberbaum seine Blätter hängen lässt. Aber die Ortsfeuerwehr Buer half.

Auch der mehr als zehn Meter hohe Tulpenbaum verlor angesichts der Trockenheit dermaßen viele Blätter, dass nur noch im oberen Viertel der Krone frisches Laub zu sehen ist. Und sowohl der Mammutbaum als auch der Riesen-Lebensbaum und der Amerikanische Rot-Ahorn weisen zum Teil deutliche Trockenschäden auf.

Anlass genug für den Deutsch-Amerikanischen Freundeskreis Melle, die Ortsfeuerwehr Buer um Hilfe zu bitten. Bei hochsommerlichen Temperaturen rückten am Montagabend drei Blauröcke mit ihrem Tanklöschfahrzeug zum Lern- und Erinnerungsort aus, um in einer rund einstündigen Aktion das Bewässern der Bäume vorzunehmen.

„Wir helfen gern“

„Wir helfen gern, zumal es sich bei dem Amerika-Hain um einen öffentliche Stätte handelt, die sich inzwischen zu einem weiteren kleinen touristischen Anziehungspunkt in Buer entwickelt hat“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Tobias Rauer. Am Ende der Aktion dankte Jürgen Krämer vom Vorstand des Freundeskreises den Feuerwehrleuten für ihre spontane Hilfe. Als Zeichen des Dankes lud er die beteiligten Einsatzkräfte zum diesjährigen Sommertreff im August an der Westhoyeler Windmühle ein.

Weitere Bäume folgen

Der Amerika-Hain wurde im Jahre 2014 auf einer Fläche angelegt, die im Eigentum von Dieter Finke-Gröne steht. Als Lern- und Erholungsort erinnert die Parkanlage daran, dass im 19. Jahrhundert rund 10.000 von Not getriebene Menschen den Grönegau verließen, um sich in den USA eine neue Existenz aufzubauen. Allein 4.000 dieser Auswanderer stammten aus dem Kirchspiel Buer. Im Amerika-Hain stehen derzeit fünf Bäume. Weitere sollen folgen. Komplettiert wird die Anlage durch einen Gedenkstein.


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