Ziel der Ausstellungsmacher Nach Melle: Fritz Wolf überregional präsentieren

Von Christoph Franken

Beendet: Auch die Fritz-Wolf-Sonderausstellung im Diözesanmuseum Osnabrück ist beendet. Sebastian Scholtisek und Hermann Queckenstedt hängen gerade das Bild „Entwicklung des Speditionsgewerbes“ ab. Foto: Christoph FrankenBeendet: Auch die Fritz-Wolf-Sonderausstellung im Diözesanmuseum Osnabrück ist beendet. Sebastian Scholtisek und Hermann Queckenstedt hängen gerade das Bild „Entwicklung des Speditionsgewerbes“ ab. Foto: Christoph Franken

Melle/Osnabrück. Warum die Fritz-Wolf-Ausstellungen im Osnabrücker Land zum 100. Geburtstag der bekannten Karikaturisten Fritz Wolf (1918-2001) mit Ausnahme der Exposition in Melle gute Besucherfrequenz hatten, analysierten jetzt die Ausstellungsmacher Hermann Queckenstedt und Sebastian Scholtisek.

Queckenstedt ist Geschäftsführendes Mitglied des Kuratoriums der Fritz-Wolf-Stiftung und Kurator der Hauptausstellung im Diözesanmuseum Osnabrück. Scholtisek hatte unter anderem die Fritz-Wolf-Schau beim Meller Verein zur Förderung von Kunst und Kultur im Engelgarten kuratiert.

Die Vereinsvorsitzende Barbara Manke hatte sich im Gespräch mit unserer Redaktion enttäuscht von den Besucherzahlen gezeigt. „Das ist die einzige der zehn Fritz-Wolf-Sonderausstellungen in Osnabrück (5) und im Osnabrücker Land, bei denen die Frequenz offenbar nicht so gut war“, sagte Scholtisek. Das dürfte damit zusammenhängen, dass die Ausstellung in Melle nur an zwei Tagen in der Woche geöffnet hatte“, vermutet er.

„Ausgesprochen gut“

Insgesamt sei nämlich an den anderen Ausstellungsorten eine positive Resonanz zu verzeichnen gewesen. „Allein in Osnabrück hatten wir 2000 Besucher und zwar überwiegend Einzelbesucher, das ist ausgesprochen gut“, erklärte Scholtisek.

Fokus auf Wolf gelenkt

„Aus Sicht der Fritz-Wolf-Stiftung und der Fritz-Wolf-Gesellschaft sind wir mit den Besucherzahlen gut zufrieden“, sagte Queckenstadt. - Der Fokus der Region sei damit auf den Karikaturisten gerichtet gewesen. „Das stimmt uns hoffnungsvoll, Fritz Wolf auch überregional präsentieren zu können“, betonte Queckenstedt. So sei beispielsweise im Gespräch, Wolf mit seinen Bildern und Karikaturen rund um das Thema Sport im Kölner Sport- und Olympiamuseum präsentieren zu können.

Das Deutsche Museum für Karikatur & Kunst (Wilhelm-Busch-Museum) hatte Wolf anlässlich dessen hundertsten Geburtstags bereits mit einer Kabinettsausstellung gewürdigt.


Fritz Wolf in Melle

Die Suche nach unbekannten Werken von Fritz Wolf in der Region Osnabrück war ein großer Erfolg. Nur aus Melle konnte nichts beigesteuert werden.

Dabei gab es aus dem Grönegau eine Anruferin, die glaubte, eine Wolf-Karikatur zu besitzen. „Aber die hat sich leider nicht mehr gemeldet“, bedauerte Sebastian Scholtisek.

Hermann Queckenstedt aber freut sich, dass über 100 Werke zusammen kamen. „Die meisten aus Privatbesitz“. Die Bilder, Zeichnungen und Karikaturen wurden daher auch in laufende Ausstellungen integriert. Die aufgetauchten Werke hätten außerdem völlig neue Aufschlüsse darüber gegeben, wie gut Wolf vernetzt gewesen sei. Sie würden nun für ein geplantes Werkverzeichnis dokumentiert.

Schöner Nebeneffekt: Ein Teil von ihnen sind der Fritz-Wolf-Stiftung sogar übereignet worden. Weitere Meldungen bitte an: Telefon 01 76-31 11 06 63 oder E-Mail post@Fritz-Wolf.de.

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