Tolle Aktionen für Grundschulkids Rekord: 138 Kinder bei Meller Ferienbetreuung

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Melle. Rekordbeteiligung: So viele Kinder wie nie zuvor nehmen gegenwärtig an der Ferienbetreuung für Grundschulkinder teil.

Die Kids haben Ferien, aber Mama und Papa müssen arbeiten: Mit diesem Problem sehen sich viele Familien konfrontiert. Das ist auch in Melle so. Hier setzt das Angebot des Amtes für Familie, Bildung und Sport an, um aus der Zwickmühle zu helfen. Das Modell hat Erfolg. Das zeigen die aktuellen Zahlen, wonach in den Sommerferien 138 Kinder die Ferienbetreuung in Anspruch nehmen. Das sind 55 mehr als im vergangenen Jahr, als 83 Mädchen und Jungen das Angebot in Anspruch nahmen.

Die Eltern entlasten

Vorrangiges Ziel der Ferienbetreuung ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um berufstätige Eltern, aber auch alleinerziehende Mütter und Väter zu entlasten: „Einer der Gründe, weshalb das Angebot zunehmend in Anspruch genommen wird, denn nur den wenigsten Eltern dürfte es möglich sein, ihre Sprösslinge während der gesamten sechswöchigen Ferienzelt selbst zu betreuen“, erklärt Stadtsprecher Jürgen Krämer.

Die Kinder sollen sich wohlfühlen und sich zusammen mit Gleichaltrigen vom schulischen Stress erholen. Entsprechend abwechslungsreich und vielfältig ist das Programm mit einem strukturierten Tagsablauf: Los geht‘s mit der Begrüßung und dem Frühstück, bevor dann gemeinsame Spiele und offene Angebote angesagt sind. Basteln, Malen, Schmink-Aktionen, ein Besuch in der Stadtbibliothek mit Bilderbuchkino und Spiele-Ausleihe zählen ebenso dazu wie zum Beispiel ein Wasserstaffellauf oder kochen und backen: „Wir haben schon Milchshakes hergestellt, und heute machen wir kalten Hund“, erzählt Betreuerin Laura Kavermann.

Hin und wieder werden auch die Badesachen gepackt, oder es geht in den Grönenbergpark.

26 Betreuungskräfte

In den laufenden Sommerferien wird die Ferienbetreuung nicht nur wie in der Vergangenheit in Melle-Mitte, Oldendorf und Neuenkirchen angeboten, sondern erstmals auch in Wellingholzhausen und im Jugendzentrum „Altes Stahlwerk“, um den steigenden Bedarf abdecken zu können. Betreut werden derzeit 73 Kinder in Melle-Mitte, 18 Schüler in Oldendorf, 20 Kids in Neuenkirchen, 17 Mädchen und Jugen in Wellingholzhausen sowie zehn im „Alten Stahlwerk“.

Eine Kraftanstrengung

Dafür setzt die Stadt 26 Betreuungskräfte ein, die alle über eine pädagogische Qualifikation verfügen. Das sind zehn mehr als im Vorjahr. Für die zuständigen Mitarbeiterinnen war es in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, angesichts der hohen Nachfrage eine ausreichende Anzahl an Betreuungskräften zu gewinnen: Eine Kraftanstrengung, die Silvana Steffmann und ihre Kolleginnen vom städtischen Familienbüro mit Bravour meisterten.

Nachdem die Ferienbetreuung bis vor vier Jahren unter dem Dach der Kindertagespflege des Landkreises gestanden hatte, wird das Angebot seit 2014 unter der Federführung des Familienbüros umgesetzt.

Die Kosten für die wochenweise Betreuung belaufen sich für das erste Kind auf 50 Euro für den Zeitraum von 7.30 bis 14 Uhr beziehungsweise auf 65 Euro für den Zeitraum von 7.30 bis 16 Uhr. Geschwisterkinder zahlen die Hälfte.


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