Ein Sommertag am Wallholländer Mahl- und Backtag in Melle mit Dengel-Weltmeister

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Melle. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und leuchtende Sonnenblumen: Sommerlicher hätte der Mahl- und Backtag am Westhoyeler Wallholländer wohl kaum sein können.

Zahlreiche Besucher freuten sich am Sonntag über Handwerkskunst aus vergangenen Tagen, die an der Windmühle in historischem Ambiente wieder ganz lebendig wird.

Dünn und hart

Dazu zählen neben der Präsentation des Müllerhandwerks nicht nur die leckeren selbst gebackenen Kuchen und Brote, die das Team im Backhaus mit viel Liebe und Geschick zubereitet. Auch der Messer- und Scherenschleifer gehört dazu, genauso wie Marmelade, Honig und Liköre – selbst gemacht natürlich und aus der Region – und, am vergangenen Sonntag, sogar der zweifache Dengel-Weltmeister Klaus Degelau.

Degelau zeigte im schützenden Schatten eines kleinen Pavillons, wie er die Schneide des Sensenblattes mit Hammer und Amboss schärft. Das Schärfen mit einem Wetzstein kannten recht viele, wie sich zeigte. Das Bearbeiten der Schneide mit dem Hammer ist aber, wie der Experte verriet, eine besondere Kunst. „Die Schneide wird dünn und hart“, so der zweifache Dengel-Weltmeister über das Dengeln, dass die Sense zum Mähen besonders scharf und somit flott durch die Halme gleiten lässt.

Nach alter Tradition arbeitet auch Silvia Prüßner und stellt ihre Leinenbeutel, -körbe und -tücher her. Die Bad Oeynhausenerin druckt mit betagten Modeln und ungiftiger Blaudruckfarbe ländlich-schöne Motive auf Leinenstoff. Und damit die Unikate auch eine lange Lebensdauer haben, gab es von ihr die passenden Waschtipps für das blau Gedruckte gleich dazu.

Frisches Mühlenbrot

Zwei Damen, die gerade frisches Mühlenbrot „Made in Westhoyel“ erstanden hatten, präsentierten ihren wartenden Männern im Schatten des Apfelbaumes ihre gute Idee: „Die Brote in einen Leinenbeutel packen, der mit einem Motiv dieser Windmühle bedruckt ist – das wäre toll!“

„Und der Beutel kann immer wieder genutzt werden, das ist ziemlich umweltfreundlich. Besonders bei eurem Einkaufspensum“, gab einer der Göttergatten schmunzelnd zu bedenken.


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