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20.07.2018, 16:14 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR

Mobiles Vogelnest in Melle: Rat und Tat

Kommentar von Christoph Franken

Bachstelzeneier im gut ausgepolsteren Nest. Archivfoto: A. KoeppBachstelzeneier im gut ausgepolsteren Nest. Archivfoto: A. Koepp

Melle. Das mobile Vogelnest aus Melle kommentiert für das „Meller Kreisblatt“ dessen Lokalchef Christoph Franken.

Das fahrende Nest und die dazugehörige Elterliebe der Bachstelzen ist eine nette Schnurre, über die sich die meisten Leser amüsieren und freuen können.

So schön die ungewöhnliche Story mitten im Sommerloch auch ist: Es bleibt das Verdienst der Meller Stiftung SON, die Geschichte fachlich eingeordnet zu haben. Die Vögel passen sich demnach zunehmend stärker an den Mensch und seine technische Umgebung an, um zu überleben. Die Ornithologen weisen zudem darauf hin, dass manchen Vogelarten wie Rotschwänzchen und Spatzen Brutmöglichkeiten verloren gehen: Moderne energieeffiziente Gebäude besitzen keine Nischen, Ritzen und klassischen Dächer mit überstehenden Balken mehr.

Insofern verbinden die SON-Experten die niedliche Geschichte über die Dachstelzen mit ernsten Warnungen. Wir alle wollen Energie im Haus sparen, sperren damit aber die Vögel aus. Da ist es gut, wenn Fachleute Tipps parat haben, wo und wie künstliche Nisthilfen als Ersatz angebracht werden können. Die SON steht mit Rat und Tat bereit.


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