Aktion des Heimatvereins Buer Markierungsstein auf Hausberg der Bueraner gesetzt

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Freuen sich über das Ergebnis der Aktion: (von links) Walter Heermann, Norbert Craney, Egon Claus, Wilhelm Hunting und Jürgen Krämer. Foto: Heimat- und Verschönerungsverein BuerFreuen sich über das Ergebnis der Aktion: (von links) Walter Heermann, Norbert Craney, Egon Claus, Wilhelm Hunting und Jürgen Krämer. Foto: Heimat- und Verschönerungsverein Buer

Melle. Es war eine Aktion auf dem Hausberg der Bueraner, der bekanntlich im Stadtteil Oldendorf liegt: Wanderwart Egon Claus und Wegewart Norbert Craney vom Heimat- und Verschönerungsverein Buer haben auf der Spitze des Stuckenberges einen Markierungsstein gesetzt, der offenbar über einen längeren Zeitraum hinweg ein Schattendasein gefristet hatte.

Vermutlich umgeworfen bei Holzrückarbeiten und fast vollständig im Erdreich verborgen.

Darüber hinaus schnitten die beiden Wegewarte die Zuwegung zum Gipfel frei. „Nun hoffen wir, dass unser Hausberg wieder von vielen Wanderern besucht wird“, sagt Wegewart Walter Heermann. Das Umfeld des Stuckenberges gilt als ein ausgezeichnetes Wanderrevier, das Erholungssuchenden eine Menge zu bieten habe, darunter der Klimaturm, der neben einer hervorragenden Aussicht auch interaktive Angebote für junge Menschen bietet.

Wo liegt der Stuckenberg?

Wilhelm Hunting erinnerte daran, dass vor fast genau zwei Jahren erneut eine Diskussion aufgeflammt war, in welchem Stadtteil der Stuckenberg liegt – in Buer oder in Oldendorf?. Seinerzeit hat Franz-Josef Bockrath vom Tiefbauamt nochmals zweifelsfrei festgestellt, dass der Berg auf Oldendorfer Gebiet liegt – und zwar nur etwa 50 Meter von der Grenze zu Buer entfernt, ergänzte Jürgen Krämer, Vorstandsmitglied im Heimat- und Verschönerungsverein Buer.

Rund eineinhalb Jahre später stieß Wilhelm Hunting vor Ort eher zufällig auf einen markanten Stein, der mit Erdreich bedeckt war: „Als ich diesen eher unscheinbar wirkenden Block näher in Augenschein nahm, wurde mir deutlich, dass dieser einst den Gipfel des Stuckenberges markiert hatte, schon zu jenen Zeiten, als ich noch ein Kind war.“ Ob es sich bei diesem Stein um einen sogenannten trigonometrischen Punkt handelt, ließ sich bislang nicht klären. Zumal der Block weder eine Kreuzmarke am Kopf besitzt noch die Inschrift „TP“ auf der Südseite und ein Dreiceck auf der Nordseite.

Zurück zum alten Standort

Es sollte nach Wilhelm Huntings Spaziergang im Winter allerdings noch ein halbes Jahr ins Land gehen, bis der Stein im übertragenen Sinn ins Rollen kam: Am Rande der 125-Jahrfeier des Verschönerungs- und Verkehrsvereins Melle-Mitte an der Ottoshöhe begegnete Wilhelm Hunting zufällig Egon Claus, Norbert Craney und Dieter Huntebrinker. Man kam ins Gespräch. „Und plötzlich war der Stuckenberg das Thema“, berichtete Hunting. Er führte den Wanderwart und den Wegewart zum Hausberg der Bueraner, um ihnen den Stein zu zeigen. „Schnell waren wir uns einig, dass der Steinblock an seinem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt werden sollte, um dort den Gipfel des Stuckenberges zu markieren“, berichteten Egon Claus und Norbert Craney. Am Dienstag schritten sie zur Tat – und nach Abschluss der mehrstündigen Aktion gab es schließlich am Abend in gesunder Waldluft einen Umtrunk, bei dem Egon Claus, Norbert Craney, Walter Heermann, Wilhelm Hunting und Jürgen Krämer mit einem kühlen Pils auf das gelungene Werk anstießen – frei nach dem Motto: „Der Stuckenberg ruft – wir sind da!“


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