Nach einem Freiwilligendienst Mellerin Sina Niemeyer erhielt Bistums-Stipendium

Von Monika Vollmer

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Nutzte ihre Chance: Sina NiemeyerFoto: Monika VollmerNutzte ihre Chance: Sina NiemeyerFoto: Monika Vollmer

Melle. Ein starkes Faible für Naturwissenschaften hatte Sina Niemeyer (23) aus Melle schon während ihrer Schulzeit. Allerdings war sie unentschlossen, was sie nach dem Abitur studieren sollte: Pharmazie oder Medizin?

Mit einem Notenschnitt von 1,3 hätten ihr 2014 viele Türen offen gestanden, aber Sina Niemeyer entschied sich für den Bundesfreiwilligendienst. „Ich wollte etwas Praktisches tun und nicht gleich wieder mit Schule weitermachen“, begründete sie ihre Bewerbung beim Bistum.

Im Klinikum Melle

Sie berichtete, dass sie während der Zeit im Klinikum im Melle gelernt habe, Verantwortung für andere und nicht nur für sich selbst zu übernehmen. Außerdem konnte sie einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Der Einstieg sei sanft gewesen und die Aufgaben waren gut auf sie abgestimmt. Sie sei an ihnen gewachsen. „Bei meinem Berufsweg fand ich es wichtig, die pflegerische und die ärztliche Seite kennenzulernen. Ein Freiwilligendienst bringt da viel mehr Einblicke als das reine Pflegepraktikum“.

In einem der Seminare erfuhr sie von den Stipendien, die das Bistum vergibt. Jedes Jahr werden 20 junge Menschen gefördert, neben der finanziellen Unterstützung steht ein Mentor mit Rat und Tat zur Seite. Die junge Mellerin nutze die Chance, bewarb sich für die Studentenförderung und schrieb sich parallel an der Universität Münster ein.

Gleich zwei Zusagen

Kurze Zeit später erhielt sie zwei Zusagen. „Am Arbeitsplatz haben sich alle fast mehr gefreut als ich mich selbst“, so Niemeyer, die unter Abschiedstränen den Dienst nach acht Monaten beendete und ihren Studienplatz wahrnahm. „Ich fand es sehr schön, durch den Freiwilligendienst bestärkt ins Studium zu starten und wusste nun, warum ich das lange Studium auf mich nehme und mich auf mein Berufsleben freuen kann“.

Sina Niemeyer studiert mittlerweile in den klinischen Semestern, schreibt an ihrer Doktorarbeit und hat aber den Kontakt zu der Einsatzstelle in Melle nie abreißen lassen. Sie schätzt auch heute noch den fürsorglichen und freundschaftlichen Umgang im Klinikum und möchte in Zukunft dort arbeiten.

Bewerbung möglich

Wer einen Freiwilligendienst über die Arbeitsstelle Freiwilligendienste des Bistum Osnabrücks macht, und sich später vorstellen kann, einen Job beim Arbeitgeber Kirche zu haben, der sollte sich für ein Stipendium bewerben. Gefördert werden jährlich bis zu 20 junge Menschen. Neben der finanziellen Unterstützung über drei Jahre steht ein Mentor zur Seite und an zwei Wochenenden pro Jahr gibt es verpflichtende Bildungsseminare.

Nähere Informationen erteilt Ann-Cathrin Röttger, Tel: 0541/318 235 oder online unter www.alltagshelden-gesucht.de


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