Vorführung in der Kulturwerkstatt Dokumentarfilm in Buer zeigt das Trauma der Shoah

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Der Dokumentarfilm „Kichka. Life is a Cartoon“ erforscht, wie die Shoah Familien über mehrere Generationen beeinflusst. Foto: MOCAKDer Dokumentarfilm „Kichka. Life is a Cartoon“ erforscht, wie die Shoah Familien über mehrere Generationen beeinflusst. Foto: MOCAK

kmu/pm Buer. Welche Folgen hat die Shoah (Judenvernichtung) auf das Leben jüdischer Familien? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm „Kichka. Life is a Cartoon“, nach. Der Film wird am Freitag, 13. Juli, um 18 Uhr in der Kulturwerkstatt in Buer gezeigt.

Der Film zeigt die Beziehung zwischen Michel Kichka und seinem Vater Henri, einem Opfer und Zeitzeugen des Holocaust. Michel Kichka, geboren 1954 in Seraing/Lüttich, ist ein renommierter Karikaturist und Zeichner, der aus seinem Wohnort Jerusalem heraus die Abgründe der Welt mit spitzer Feder unter anderem für CNN oder das Time Magazine kommentiert. Seine Graphic Novel „Zweite Generation“ war der Anfang einer langen Reise durch die Vergangenheit in die Zukunft, die der Film zwei intensive Jahre durch Israel, Belgien und Frankreich mit vielen Gesprächspartnern, wie Jean Plantureux (Plantu) oder Beate und Serge Klarsfeld, begleitete.

Vater-Sohn-Beziehung

Gedreht wurde der Film vom Zentrum für verfolgte Künste gemeinsam mit dem MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau. Jürgen Kaumkötter , Kurator des Zentrums für verfolgte Kunst in Solingen und Lehrbeauftragter der Uni Osnabrück, war verantwortlich für die Produktion und das Drehbuch des Filmes. Darin geht es um das Trauma der Shoah und wie sie das Leben aller Familienmitglieder über Generationen beeinflussen kann. „Kichka. Life is a Cartoon“ ist ein Film über eine Vater-Sohn-Beziehung, in der der Sohn Michel darauf wartet, dass sein Vater Henri, der Opfer und Zeitzeuge des Holocausts ist, endlich mit ihm über den Holocaust redet.

Schlimmste Erinnerung

In einer der eindringlichsten Passagen des Films besuchen Vater und Sohn das Haus, in dem Henri Kichka 1942 von der Gestapo verhaftet wurde. Der 63-jährige Michel war vorher noch nie dort, der 91-jährige Henri hat diesen Ort gemieden, der für ihn mit den schlimmsten Erinnerungen an den Augenblick verbunden ist, der sein Leben unwiderruflich und entsetzlich verändern sollte. Diese Szene ist auf dem Filmplakat dargestellt.

Die Regisseurin Delfina Jałowik, die Direktorin des MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau Maria Anna Potocka, das Künstlerpaar Gaby von Borstel und Peter Eickmeyer werden zur Filmvorführung anwesend sein.


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