„Zukunft besser als ihr Ruf“ BBS Melle: 67 Absolventen der Fachoberschulen

Von Heidrun Freier


Melle. Die diesjährige Veranstaltung zur Verabschiedung der Fachoberschulen der BBS Melle stand unter dem Motto „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß Schulleiter Hermann Krüssel alle Absolventen, deren Familien und Freunde, Kollegen und die geladenen Gäste herzlich willkommen.

„Sie erhalten Ihre Zeugnisse der Fachhochschulreife, die Ihnen bescheinigen, dass Sie über solide Fach- und Sozialkompetenzen verfügen und nun befähigt sind, ein Hochschulstudium zu absolvieren, oder auch eine ausgewählte Ausbildung. Genießen Sie den heutigen Tag und blicken sie mutig und selbstbewusst in die Zukunft“, sagte er zu den jungen Leuten.

Abgeordneter als Festredner

Ein ausdrücklicher Dank galt Annette Groß für die Organisation der Veranstaltung sowie der dem Abteilungsleiter Heiner Dreier, der zum Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand ausscheidet. Er hatte viele Jahre sehr engagiert die Abteilung Sozialpädagogik geleitet und die Fachoberschule Gesundheit und Soziales betreut. Begleitet und untermalt wurde der feierliche Festakt durch die Gruppe Murphy mit musikalischen Highlights.

Anschließend sprach der FDP-Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly als Festredner. Das große Rad drehe sich immer durch das Handeln vieler, dies gelte für die Vergangenheit, aber auch für die Zukunft. „Die Frage, welche Rolle für uns heute Sprache spielt, ist heute mehr denn je wichtig. Sie ist Ausdruck und Spiegel von Kultur und Anstand, aber sie kann auch ausgrenzen, diskriminieren und jeden von uns beleidigen“, betonte er. Wer Sprache zum Herabsetzen anderer missbrauche, offenbare die eigene Angst, unzulänglich zu sein.

„Immer wieder aufstehen“

Seestern-Pauly motivierte die Absolventen, sich dessen bewusst zu werden. Wichtig sei, immer wieder aufzustehen, wenn man gelegentlich falle. Stärken und Schwächen helfen dabei, Schlüsse zu ziehen, wie man es zukünftig anders und besser machen könne. Es sei sinnvoll Probleme zu erkennen und offensiv anzugehen, denn auch Konflikte gehörten zur Zukunft. „Wenn Sie sich annehmen können wie Sie sind und aus der Vergangenheit Stärken und Schwächen erkennen können, dann werden Sie zukünftige Herausforderungen und Chancen nutzen und zielgerichtet meistern können. Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“, so die aufmunternden Worte des Festredners.

Auch im darauffolgenden Lehrerbeitrag von Felix Klostermeier steht das Motto der diesjährigen Veranstaltung im Vordergrund. „Ihr seid zielstrebig, habt euch durchgebissen, seid am Ball geblieben, habt Kreativität gezeigt, habt euch nicht unterkriegen lassen und vor allem verstanden, wie das System Schule und Lehrer funktionieren. Wer so etwas erlernt hat, braucht vor der Zukunft keine Angst zu haben.“

Die Rolle Humboldts

Klostermeier verweist auf die wichtige Rolle Humboldts, der letztendlich als Gründer eines weltlichen schulischen Bildungssystem gelte und im weitesten Sinne als Erfinder des Abiturs und der Hochschulreife. „Diese Reife habt ihr erworben und bekommt gleich eure schriftliche Bestätigung. Dafür beglückwünscht das Kollegium der BBS Melle euch sehr herzlich“, so Klostermeier.

Im anschließenden Schülerbeitrag von Denise Lanz und Edgar Baiser wurde das letzte Jahr der Fachoberschulklassen aller Abteilungen humorvoll reflektiert. Neue Klassenfindungen, effektive Umgestaltungen des Stundenplans durch Abteilungsleiterin Gertrud Remark,Studienfahrterlebnisse, Umgang mit Hausarbeiten, Beteiligung an Blutspende- und Typisierungsaktionen der DKMS sowie die konstruktive Teilnahme an den Europatagen der BBS Melle wurden reflektiert und den Anwesenden eindrucks- und humorvoll dargeboten. „Aus dem letzten Jahr nimmt jeder das vermittelte Wissen mit, aber auch seine eigenen persönlichen Highlights, die er im Laufe des Jahres gesammelt hat“, so die abschließenden Worte Baisers.

Nach der Überreichung der Fachhochschulzeugnisse durch die Klassenlehrer erfolgte die Ehrung der Jahrgangsbesten. Die ehemalige Kollegin und neue Vorsitzende des Fördervereins der BBS, Dorothee Schnepper-Leuck, überreicht im Namen des Fördervereins Buchgutscheine an Maximilian Laschinger, Larissa Rose und Clarissa Wiemer. Sie wurden so für die herausragenden Leistungen gewürdigt, bevor die Anwesenden den Abend feierlich ausklingen ließen.