Treffen zum „Goldabi“ Abiturienten des Meller Gymnasiums von 1968 zurück

Von Catharina Kellermann

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Noch einmal die Schulbank im alten Musikraum drücken: die Abiturienten des Gymnasiums Melle von 1968. Foto: Katharina KellermannNoch einmal die Schulbank im alten Musikraum drücken: die Abiturienten des Gymnasiums Melle von 1968. Foto: Katharina Kellermann

Melle. Nach 50 Jahren wieder einmal die Schulbank drücken: Der Abschlussjahrgang des Gymnasiums Melle von 1968 traf sich zu seinem „Goldabi“ zur Besichtigung des Schulgebäudes und anschließendem gemeinsamen Abendessen.

Von den ehemals 24 Mitschülern kamen 13 zu ihrer alten Schule. Dabei war für viele der Schulweg sehr viel weiter als früher. Die Gold-Abiturienten kamen unter anderem aus Wolfsburg, Münster, Götting, Koblenz, Oldenburg, Hamburg und Bad Essen. Nur wenige wohnen weiterhin in Melle. Bei der Begrüßung gab es ab und an die Nachfrage: „Und du bist?“ Da das letzte Treffen inzwischen zehn Jahre zurückliegt, waren Schwierigkeiten beim Erkennen der alten Mitschüler für alle nachvollziehbar.

Aber auch Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wurden ausgetauscht. „Der Volker war immer gut in Mathe, aber nicht in Rechtschreibung!“ rief ebenso ein Schmunzeln unter den Anwesenden hervor, wie die Erinnerung an den alten Hausmeister Walkenhorst, der sich um den damaligen Neubau kümmerte. Doch nicht nur das Widererkennen der damaligen Abiturienten untereinander war nicht immer ganz einfach, auch das in vielen Bereichen veränderte Schulgebäude brachte viel Neues.

Sekt in der Bibliothek

Bevor Direktor William Pollmann die Besucher durch das Schulgebäude führte, trafen sich alle zu einem kleinen Sektempfang in der Bibliothek. Dort begrüßte der Direktor die ehemaligen Schüler und überreichte die Abiturprüfungen von 1968. Auf Nachfrage erhielten diese auch die Mathematikprüfungen, die bereits ein Jahr vor dem Abitur geschrieben worden waren.

Interessiert folgten alle den Ausführungen zur Entwicklung und zum heutigen Stand des Gymnasiums. Dieses Jahr feiere die Schule ihr 70jähriges Bestehen, erklärte Pollmann und verteilte an alle die frisch erschiene Festschrift. Bei den Zahlen von aktuell gut 1000 Schülern und 84 Lehrern sowie 114 Abiturienten 2018 staunten die Anwesenden: „Da waren wir damals aber noch sehr viel weniger.“

Schwerpunkte?

Es kam auch die Frage auf, welchen Schwerpunkt die Schule inzwischen habe, denn früher habe das Gymnasium einen neusprachlichen Schwerpunkt gehabt. Der Direktor erklärte, dass nicht direkt von einem Schwerpunkt gesprochen wedren könne, da es ein breit aufgestelltes Lehrangebot für die Schüler gäbe. Er verwies aber auf einen starken Zweig im künstlerisch-musischen Bereich, nicht zuletzt mit dem Orchester.

Beim Rundgang durch das Schulgebäude entdeckten die damaligen Abiturienten viel Neues, erkannten aber teilweise noch ihre alte Schule. Im Musikraum beispielsweise, der früher auch für den Tanzunterricht genutzt wurde, erinnerten sich alle gut an den alten Unterricht.

Foucaultsche Pendel fehlt

„Hier gab es immer Kakao und Milch“, erklärte einer der ehemaligen Schüler beim weiteren Gang in das Foyer. „Und hier hing doch immer das Foucaultsche Pendel“, ergänzte ein weiterer. Bei der Besichtigung der neuen Anbauten lobten sie die neuen Räume, auch wenn ein Navi für die Orientierung sicher keine schlechte Idee wäre.

Nach der Besichtigung ihrer alten Schule ging es für den Abschlussjahrgang 1968 noch zum Abendessen mit gemeinsamen „Schnacken“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN