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27.06.2018, 14:31 Uhr KOMMENTAR

Kolumbarium in Melle: Das ist lebendig

Kommentar von Simone Grawe

Das Kolumbarium in der Kirchengemeinde Heilige Familie in Osnabrück. Foto: Michael GründelDas Kolumbarium in der Kirchengemeinde Heilige Familie in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Melle. In der St. Matthäus-Kirchengemeinde in Melle gibt es Überlegungen, die neue St. Matthäuskirche zu einem Kolumbarium umzugestalten. Angesichts sinkender Gottesdienstbesucherzahlen und einer sich verändernden Beerdigungskultur zeugt dies von einer lebendigen Kirche, meint unsere Kommentatorin.

Diese Entwicklung bekommen gegenwärtig viele Kirchengemeinden zu spüren: Immer weniger Schäfchen kommen zu den Gottesdiensten; das Gotteshaus ist zu groß.

Auf der anderen Seite befindet sich die Beerdigungskultur im Wandel. Immer weniger Erdbestattungen, dafür steigende Zahlen bei den Urnenbestattungen.

Um beiden Trends gerecht zu werden, könnte ein Kolumbarium als Aufbewahrungsort für die Urnen eine sinnvolle Alternative sein. Das zeigen mehrere Beispiele im Bistum, bei denen architektonisch herausragende Lösungen geschaffen wurden und gleichwohl nach anfänglichem Zögern die Akzeptanz in der Bevölkerung gestiegen ist.

In St. Matthäus ist nach ersten Ideen zur Umgestaltung eine heftige Diskussion entbrannt. Es gibt Befürworter und Gegner eines Kolumbariums. Auf dem Weg zu einer Entscheidung möchte die Kirche die Gemeinde einbinden. Gut so, ist dies doch ein Indiz für eine moderne und lebendige Kirche. Eben dies verkörpert St. Matthäus.


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