Sozialpädagogik im Mittelpunkt BBS Melle verabschiedet erste Absolventen

Von Heidrun Freier


Melle. In Melle erhielten die erfolgreichen BBS-Absolventen der Fachschule Sozialpädagogik und der Berufsfachschule Sozialpädagogischer Assistent ihre Abschlusszeugnisse.

„Ich gratuliere Ihnen herzlich zu den großartigen Leistungen und den vielen guten und sehr guten Abschlüssen“, begann der Schulleiter Hermann Krüssel seine Begrüßungsrede. Zum ersten Mal wurde die Aschlussfeier im festlichen Ambiente des Forums gefeiert. Außerdem verabschidetet Krüssel Heiner Dreier als Koordinator der Abteilung Sozialpädagogik und die Fachlehrerin Maria Krimphoff nach 41 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand. Der Schulleiter bedankte sich beim Kollegium, den Ausbildern der Praxiseinrichtungen und bei Elke-Petra Voss, die souverän und spritzig die Veranstaltung moderierte. Dank erhielt auch die Klasse FSP 1a, die für die gelungene musikalische Begleitung und die Gestaltung des Rahmenprogramms sorgte.

„Bester Reiseproviant“

Susanne Lührmann, Leiterin der kath. Kindertagesstätte St. Johann in Riemsloh, begrüßte stellvertretend für die vielen Praxiseinrichtungen die Absolventen und griff das Motto der diesjährigen Veranstaltung auf: „(Aus)Bildung ist der beste Reiseproviant für eine Reise zum hohen Alter“.

Ihre eigene Ausbildung vor 37 Jahren an der BBS reflektierend packte Susanne Lührmann Reisproviant aus einem eigens dafür mitgebrachten Koffer aus. Eine große Packung Taschentücher zum Trocknen der Tränen, die in Stresssituationen vergossen wurden, dicke Socken zum Wärmen der kalten „Angstfüße“ vor anstehenden Klausuren, ein dicker Stein, der einem vom Herzen fiel, wenn die Aufgaben und Herausforderungen geschafft waren und Süßigkeiten, die immer wieder als Nervennahrung dienten, kamen dabei zum Vorschein. Mit einem Kompass und einem Fernglas ermutigte die Festrednerin die Absolventen, niemals das Ziel aus den Augen zu verlieren und beglückwünschte zur Weitsicht bei der Berufswahl und den guten Berufsaussichten.

„Wir freuen uns auf Sie“

„Zu meiner Zeit musste man sich bewerben, in der heutigen Zeit stehen wir als pädagogische Einrichtungen auf dem Prüfstand und werden von Ihnen ausgewählt. Wir freuen uns auf Sie, auf Ihre personalen sowie fachlichen Kompetenzen, ihre Ideen und Anregungen und wünschen Ihnen, dass Sie viel Neugierde mitbringen. Neugierde ist das Allerwichtigste im Beruf“, so die ermunternden Worte der Kita-Leiterin.

Im Anschluss nahm stellvertretend für den ganzen Jahrgang Hendrik Schlüter Bezug auf ein Sprichwort von Archimedes „Gebt mir einen Platz, auf dem ich stehen kann und ich werde die Erde bewegen“. Damit stellte Schlüter die mit dem Abschluss ermöglichten Bedingungen in den Vordergrund. Jeder könne damit einen Platz finden, um sein Gelerntes, sein Wissen und sein Können einzubringen. Die Voraussetzungen, diesen Platz zu finden, seien momentan sehr gut. Das lebenslange Wissen, vermittelt von Eltern, Umgebung und Schule trage dazu bei, Normen und Werte weiterzugeben und diesen Platz im sozialen Berufsfeld verantwortungsvoll und selbstbewusst auszufüllen. „Allein erst unsere Haltung zu unseren Mitmenschen, der aufrechte Gang und der Mut zu Veränderungen macht uns zu wahren Persönlichkeiten, die etwas bewegen können“, sagte Schlüter.

Die Jahrgangsbesten

Nachdem die Klassenlehrer die Abschlusszeugnisse überreicht hatten, erfolgte die Ehrung der Jahrgangsbesten: Das sind Alina Kahofer, Hendrik Schlüter, Mareike Schulze und Daniela Pepinghege. Die Ehrung nahm die neue Vorsitzende des Fördervereins und langjährige ehemalige Berufsschullehrerin Dorothee Schnepper-Leuck vor. Sie honorierte im Namen des Fördervereins und mit großer Freude die besonderen Leistungen der jungen Leute mit einem Büchergutschein.

Nach dem offiziellen Teil wurden die beiden ausscheidenden Lehrer mit einem eigens umgedichteten Lied des Ukulele-Ensembles überrascht, bevor die Absolventen und Gäste dann bei einem Umtrunk feierten.