Wohnungsbau Grönegau neuer Besitzer Kauf des Bahnhofs in Bruchmühlen perfekt

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Melle. Der Vertrag ist abgewickelt, die Formalien soweit erledigt: Die Wohnungsbau Grönegau (WBG) ist ab Juli neuer Besitzer des Bahnhofs in Bruchmühlen.

„Wir freuen uns über den Erwerb, insbesondere darüber, dass die Immobilie wieder in die öffentliche Hand gelangt“, erklärt Dirk Hensiek in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Der Geschäftsführer der WBG kündigt an, dass nun geprüft werde, ob das marode Gebäude saniert und erhalten oder abgerissen wird. Eine Entscheidung werde frühestens Ende des Jahres fallen.

Zunächst sauber machen

Vorrangiges Ziel werde zunächst sein, dass Gelände in einen halbwegs anschaulichen Zustand zu versetzen, äußert sich Dirk Hensiek mit Blick auf wucherndes Gras, sprießendes Unkraut und beschmierte Fassaden. So sollen nach dem Besitzerwechsel „gröbste Arbeiten“ in den Außenanlagen erledigt werden: „Es wird nicht aussehen wir geleckt, aber die allernötigsten Arbeiten im Außenbereich haben Priorität“, betont Dirk Hensiek. So soll im Zuge dessen der marode Schuppen, der an die Lagerhalle grenzt, entfernt werden.

Ob letztlich das Gebäude in Gänze erhalten, in Teilen saniert oder aus wirtschaftlichen Gründen komplett abgerissen wird, steht derzeit noch nicht fest. Das bleibt der gutachterlichen Untersuchung geschuldet: „Erst nach der Untersuchung der Bausubstanz kann gesagt werden, ob das Gebäude sanierungsfähig oder sanierungsunwürdig ist“, äußert sich der WBG-Geschäftsführer.

Aktuell ist das Bahnhofsgebäude teilweise als Wohnraum vermietet. Die Mietverträge der drei Parteien hat die WBG übernommen. Sie sind durch den Besitzerwechsel nicht beeinträchtigt und laufen weiter.

Ortsrat will mitreden

In den Meinungsprozess über die Zukunft des Bahnhofs ist auch der Ortsrat Bruchmühlen einbezogen: „Er hat die neuste Entwicklung positiv aufgenommen“, resümiert Dirk Hensiek, nachdem der Bahnhof in der April-Sitzung thematisiert worden war.

In deren Verlauf hatte Ortsbürgermeister Axel Uffmann über den Verkauf berichtet und im Anschluss das Thema „weitere Nutzung des Gebäudes und Umfeldes“ zur Diskussion gestellt. Einhellig hatten sich mehrere Ortsratsmitglieder dahingehend geäußert, dass eine attraktive Umfeldgestaltung und verschiedene Möglichkeiten zur Gebäudenutzung – eventuell auch ein Abriss – denkbar seien.

Einstimmig hatte sich der Ortsrat dafür ausgesprochen, in die Planungen zur weiteren Nutzung des Gebäudes und des Umfeldes einbezogen zu werden. So möchte der Ortsrat das Gebäude gern besichtigen. Auch möchte er Einblicke in das bauliche Gutachten erhalten, um dazu eine Stellungnahme abzugeben.

Sollte sich eine Sanierung lohnen, käme eine Wiedervermietung infrage. Sollte ein Abriss ins Auge gefasst werden, könnte ein Park-&- Ride-Parkplatz eine alternative Nutzung sein.

Das Ortsbild verbessern

In jedem Fall wünscht sich die WBG eine deutliche Verbesserung des Ortsbildes: „Wir sehen uns in der Verantwortung, das Ortsbild zu verbessern und künftige Fehlentwicklungen zu vermeiden. Der Bahnhof ist schließlich das Eingangstor des Stadtteils. Wir sehen den Bahnhof bei uns in guten Händen.“

Allerdings dämpft Dirk Hensiek die Hoffnung auf eine baldige Bautätigkeit: „Weitere Aktivitäten als die kleineren Arbeiten im Außenbereich sind in diesem Jahr nicht zu erwarten“.


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