Anwohner feiern Storchenfest Erster Storchennachwuchs in Melle-Dratum

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Melle. Mit einem „Storchenfest“ feierten 80 Storchenfreunde am Sonntag den ersten Storchennachwuchs, der jemals in Dratum-Ausbergen aufgezogen wurde. Damit gibt es in der Flächenstadt Melle jetzt vier Storchennester mit erfolgreichen Brutpaaren.

„Seit Menschengedenken ist es sicherlich das erste Storchenpaar, das hier bei uns brütet und Jungstörche zur Welt bringt – das ist für uns ein Grund zum feiern“, begrüßte Heinz Hüdepohl die Dratum-Ausbergener und einige Gäste aus Gesmold zum Grillfest auf dem Hof Mörixmann. Bei den Dratum-Ausbergenern und der örtlichen Jägerschaft war die Freude über die neuen Einwohner auch deshalb so groß, weil die Ansiedlungsversuche jetzt nach einigen Jahren endlich zum Erfolg geführt haben.

Vier Eier im Nest

„Bereits im Jahr 2015 wurde auf dem Schornstein eines Speichers eine Nisthilfe installiert“, blickte Heinz Hüdepohl zurück. 2016 wurde dann der Bau zwei weiterer Storchennester auf ausgedienten Strommasten in Angriff genommen. „Um die Errichtung und Aufstellung der Masten haben sich vor allem Hubert Grothaus, Horst Lorenz, Heiner Mörixmann, Dieter Sickmann, Bernhard Wiens und Erich Lemke gekümmert“, berichtete Hüdepohl. Das Nest auf einer Wiese hinter dem Hof Mörixmann wurde schließlich im Frühjahr 2018 von einem Paar angenommen.

Heinz Hüdepohl ist überzeugt, dass die erfolgreiche Ansiedlung vor allem Erich Lemke zu verdanken ist. Denn der „Storchenopa“ hatte zwei Winter lang einen Storch durchgefüttert, der sich immer in der Nähe aufgehalten hatte. Ob es aber tatsächlich dieser Storch ist, der jetzt mit Partner oder Partnerin zwei Junge aufzieht, ist nicht klar zu erkennen und ungewiss.

Ursprünglich waren sogar vier Eier und vier flauschige Küken im Nest, wie ein mit einer Drohne aufgenommenes Foto zeigt. Jetzt sind es noch zwei vital wirkende Jungstörche, die sich bereits im Nest aufrichten und mit ihren Flügeln schlagen. Mit einer großen Schautafel auf dem Hof Mörixmann informierten die Storchenfreunde über den Weißstorch. Sie sind zuversichtlich, dass das Nahrungsangebot auf den vielen feuchten Wiesen in der Umgebung ausreicht, um die verbliebene Storchenfamilie hauptsächlich mit Käfern, Würmern und Mäusen zu versorgen.


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