Ein Bild von Simone Grawe
22.06.2018, 14:58 Uhr KOMMENTAR

Irrsinn

Kommentar von Simone Grawe

Gurke zu krumm, Banane zu kurz, Dudelsack zu laut: So manche eu-weit geltenden Gesetze rufen nur Kopfschütteln hervor. Foto: dpaGurke zu krumm, Banane zu kurz, Dudelsack zu laut: So manche eu-weit geltenden Gesetze rufen nur Kopfschütteln hervor. Foto: dpa

Melle. Eine 1,7 Hektar große Weidefläche in Buer bei Melle soll zu einer ökologischen Ausgleichsfläche umgewandelt werden. Dazu muss das Areal umgepflügt und ein Jahr als Ackerland bewirtschaftet werden. Welch bürokratischer Irrsinn, findet unsere Kommentatorin.

Gurken zu krumm, Dudelsäcke zu laut, Warnhinweise auf Luftballonen: Der EU-Bürokratismus hat so manches Gesetz hervorgebracht, über das Otto Normalverbraucher nur den Kopf schütteln kann.

In den Reigen des Absurden kann sich allem Anschein nach jetzt auch ein Beispiel einfügen, das sich auf einer Weide in Buer abspielt. Eine 1,7 Hektar große Weidefläche soll zu einer ökologischen Ausgleichsfläche umgewandelt werden. So honorig die Absicht, so paradox ist dessen Umsetzung. „Umpflügen und ein Jahr als Ackerland bewirtschaften“ lautet die Forderung der EU, um exakt den Zustand herzustellen, der de facto schon erreicht ist. Das kann nicht im Sinne der Natur sein. Vielmehr ein Stück realer Irrsinn auf der großen poliltischen Bühne.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN