Lossprechungen im Metallhandwerk Meller Teamwork: Im Handwerk und im Fußball gefragt

Freude über zwei neue Gesellen herrschte während der Freisprechung (von links). Ole Meyer im Kruge (Ausbildungsbetrieb Coolit Isoliersysteme) Stefan Benten (BBS Melle), Obermeister Christof Spies, Dirk Greger (BBS Melle) und Mustafa Canberi (Ausbildungsbetrieb Teledoor Melle Isoliertechnik). Foto: Steven KerstanFreude über zwei neue Gesellen herrschte während der Freisprechung (von links). Ole Meyer im Kruge (Ausbildungsbetrieb Coolit Isoliersysteme) Stefan Benten (BBS Melle), Obermeister Christof Spies, Dirk Greger (BBS Melle) und Mustafa Canberi (Ausbildungsbetrieb Teledoor Melle Isoliertechnik). Foto: Steven Kerstan

pm Gesmold. Unter großer Beteiligung ihrer beiden Familien wurden der Metallbauer Ole Meyer im Kruge und der Feinwerkmechaniker Mustafa Canberi jetzt in der Firma Spies im Meller Stadtteil Gesmold von der Meller Innung der losgesprochen.

Mit einer fulminanten Rede voller Analogien zwischen der aktuell stattfindenden Fußball-WM und dualen Ausbildung im Metallhandwerk zog Obermeister Christof Spies die beiden erfolgreichen Sommerprüflinge und deren Angehörige kurzweilg in seinen Bann.

Während Fußballer sich mit Dribblings, Abseitsfallen, Freistößen, Elfmetern und Taktikgesprächen beschäftigen müssten, seien es im Metallhandwerk die Bedienung von modernen Maschinen, CNC-Maschinen, Fräsmaschinen, Drehmaschinen mit Laserbearbeitung und Blechverarbeitung.

„Auch, wenn im Betrieb mal Foul gespielt wird oder es die Rote Karte gibt, sollte man nicht gleich den Kopf in den Sand stecken“, riet Spies den beiden frischgebackenen Gesellen, die ihre Prüfung bereits nach einer dreijährigen Lehrzeit (statt dreinhalbjähhriger) abgelegt hatten.

Erster „Pokal“ der Innung

Der Tag der Lossprechung sei das erste Pokalfinale von Canberi und Meyer im Kruge, denn an diesem Tag hätten beiden den ersten Pokal der Innung, den Gesellenbrief, erhalten. Dies sei der erste wichtige Schritt für den beruflichen Erfolg.

„Die Innung möchte dies gebührend mit euch feiern, jedoch bedenkt, dass dies nur einer von wichtigen Schritten für Eure Zukunft ist“, betonte Spies. Fußballer könnten entweder immer in der gleichen Liga spielen oder die Chance nutzen, in eine andere Liga aufzusteigen oder sogar in einem anderen Team zu spielen. Das sei in der Arbeitswelt so ähnlich. Auch hier gebe es vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So könne sich jeder zum Fachmann im Betrieb entwickeln oder auch den Techniker, den Meister, ein Studium oder die Fachoberschule anstreben.

In jedem Fall boome die Wirtschaft und für jeden im Metallhandwerk gebe es genug zu tun. Spies wünschte den Losgesprochenen alles Gute für die berufliche Zukunft und „bitte macht Werbung für euren Beruf und die Ausbildungsbetriebe der Innung“.