Ein Bild von Christoph Franken
21.06.2018, 17:51 Uhr KOMMENTAR

Schnelle und richtige Reaktion in Melle

Kommentar von Christoph Franken

Unzählige Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf diesem Bild an einem Eichenstamm. Foto: dpaUnzählige Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf diesem Bild an einem Eichenstamm. Foto: dpa

Melle. Das ersten Auftreten von giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners in Melle kommentiert Christoph Franken für das „Meller Kreisblatt“.

Die nachtaktiven Raupen der Eichenprozessionsspinner haben das Pech, sich mit ihren Brennhaaren gegen Feinde zu wehren. Deren Gift kann bei Menschen eine Raupendermatitis auslösen. Aber auch Hund und Katze sind gefährdet. Kommen sie mit ihrer neugierigen Nase oder Schnauze in Kontakt mit den Insekten, kann es zu schwersten Vergiftungen in der Schnauze kommen.

Neben dem Gift verfügen diese Raupen noch über ein weiteres Abwehrsystem: Sie bewegen sich auf der Futtersuche in langen Reihen fort und erscheinen ihren meist gefiederten Freßfeinden so als Schlange.

Das alles ist faszinierend, macht die lieben Tierchen aber nicht sympathischer. Angesichts ihrer Gefahr für Allergiker ist es daher richtig, wenn die Kommunen gegen die Raupen vorgehen. Die Landkreisverwaltung hat an der Nemdener Straße sofort reagiert und Warnschilder aufgestellt. Das umweltfreundliche Absaugen der Raupen erfolgt nächste Woche.

Die Stadtverwaltung informiert angesichts der vorrückenden Gefahr ihre Bürger bereits im Vorfeld. Das ist vorbildlich.

Bleibt nur zu hoffen, dass kein Privatgärtner zur chemischen Keule greift.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN