Projekt im Kindergarten St. Raphael Kleine Forscher experimentieren in Melle mit Müll

Von Marita Kammeier

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Melle. „Für ein Kilogramm Papier müssen zwei Bäume gefällt werden.“ Dass für die Umweltverschmutzung alle verantwortlich sind, erarbeiteten Kinder und Erzieherinnen im katholischen St. Raphael Kindergarten. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Müll - Müllvermeidung“ beeindruckte das Publikum.

„Heute stellen die Kinder vor, was sie in zwei Wochen gemacht haben“, begrüßte Gabriela Meier die zahlreich erschienenen Eltern, Großeltern und Gäste zur Präsentation der Forschungsarbeiten. Vier Gruppen beschäftigten sich zwei Wochen lang mit den Themen Sammeln von Rest- und Biomüll, Wiederverwertung und Mülltrennung.

„Grässlich riecht das“

Begeistert stellten die kleinen Forscher anschließend ihre unter Anleitung der Erzieherinnen durchgeführten Experimente vor. „Müll gehört nicht auf die Straße, darüber wissen wir Bescheid“, sang die Gänseblümchengruppe in neuer Funktion als Müllorchester. Die Gäste staunten über selbstgebastelte Trommeln aus Chipsverpackungen und Rasseln aus Joghurtbechern. Der Applaus war umwerfend.

Während die Rittersporngruppe aus Altpapier Bilder entwarf, überlegten die Klatschmohn-Kinder: „Was passiert mit dem Biomüll aus dem Café?“ Tom erklärte den Ablauf: Abfuhr des Müllwagens, Erhitzung, Bakterien, und mit wenig Gas wird die Blumenerde zu Strom. „Ob 20 Kellerasseln wohl pupsen?“ Diese Frage beschäftigte einige Kinder.

„Grässlich riecht das.“ Mit geschlossenen Augen schnupperten Isabel und Sarah aus der Löwenzahngruppe am Müll, den sie im Außengelände auf dem Spielplatz gesammelt, gewogen und gemessen hatten.

Pokal für Pastor

Mit dem Taschenrechner der Leiterin errechnete Sarah: „Der Müll ist 896 Gramm schwer.“

Weil die Kinder als Anerkennung für ihre Projektarbeit das begehrte Forscherdiplom erhielten, sollten auch die Erwachsenen nicht leer ausgehen. Stolz überreichten die kleinen Forscher daher selbstgebastelte goldene Pokale an engagierte Müllsammler und Umweltschützer.

„Wir freuen uns, dass du deinen Abfall immer so genau trennst.“ Mit diesen Worten erhielt Pastor Michael Wehrmeyer den ersten Pokal. Es folgte Jörg Lanvermeyer vom Baubetriebsdienst der Stadt, der jeden Tag viele Kubikmeter sammelt.

„Wir sind dafür zuständig, dass der Müll richtig entsorgt und die Tonnen regelmäßig abgeholt werden“, erklärte Daniela Pommer vom Osnabrücker Entsorgungsunternehmen Awigo im Original Müllwerkerdress. Die umweltbewusste Mutter Iris Bromisch mit Sohn Maris berichtete: „Wir lassen das Auto stehen und fahren mit dem Fahrrad.“


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