Startschuss für Reparatur Meller Sporthalle hat einen Dachschaden

Von Simone Grawe

Mit großem Aufwand wird die Sporthalle an der Haferstraße saniert. Die Arbeiten am Flachdach haben vor wenigen Tagen begonnen. Foto: Simone GraweMit großem Aufwand wird die Sporthalle an der Haferstraße saniert. Die Arbeiten am Flachdach haben vor wenigen Tagen begonnen. Foto: Simone Grawe

Melle. Nach dem Brand im Oktober haben in diesen Tagen die Reparaturarbeiten am Dach der Sporthalle an der Haferstraße begonnen. Insgesamt investiert die Stadt 2.750.000 Euro in die Sanierung.

Die Sanierung der Sporthalle soll in drei Abschnitten erfolgen, nachdem ein Feuer im Oktober vergangenen Jahres einen hohen Schaden angerichtet hatte, betont Stadtsprecher Jürgen Krämer im Gespräch mit unserer Redaktion.

So sind bereits unmittelbar nach dem Schadensereignis umfangreiche Reinigungsarbeiten durchgeführt worden. Jetzt ist in einem zweiten Schritt die Dachsanierung an der Reihe. Im Zuge dieser Arbeiten muss der gesamte alten Dachaufbau bis auf das vorhandene Trapezblech abgebaut werden. Das betrifft auch die vorhandenen Lichtkuppeln.

Nicht mehr zeitgemäß

Die bisherigen Flachdachflächen entsprachen sowohl wärmetechnisch als auch brandschutztechnisch nicht mehr den geltenden Normen: „Die Sanierung des Daches war auch schon vor dem Brandschaden nötig und wird vor der Reparatur der Umkleidebereiche ausgeführt“, berichtet Guido Kunze vom Gebäudemanagement.

„Für den Neuaufbau des Daches mit einer Gesamtfläche von rund 1100 Quadratmetern muss unter anderem eine mineralische Dachdämmung und eine zweilagige bituminösen Abdichtung aufgebracht werden, zwei Komponenten, die neuesten technischen Regeln entsprechen“, erläutert Jürgen Krämer. Darüber hinaus müssen die Attikakanten erhöht sowie neue Dachentwässerungen und ein Notentwässerungssystem installiert werden.

550 Rollen Dachbahnen

Zudem sollen die gesamten Flachdachflächen mit Sicherheitssystemen wie Dachanschlagsystem und Seilsystem ausgestattet werden. Der Dachausbau wird so erstellt, dass die neuesten Normen der Sturmsicherheit erfüllt werden: „Im Bundesgebiet ist es in der jüngsten Vergangenheit zu Sturmschäden an Flachdächern gekommen, sodass wir aufgrund dieser Erfahrungen reagiert haben“, erläutert Guido Kunze. Insgesamt werden im Rahmen der Sanierung etwa 550 Rollen Dachbahnen verbaut. Hinzu wird ein Dachsicherungssystem installiert, das insgesamt rund 110 Meter umfasst.

Im Anschluss soll mit der Innensanierung der Sporthalle begonnen werden. Der Rat hatte dem Sanierungspakt im März einstimmig zugestimmt. Seit dem Brand ist die Haferhalle gesperrt und kann von Schulen und Vereinen nicht genutzt werden.

Das Büro Brüchner-Hüttemann und Pasch hatte eine Bestandsaufnahme gemacht und eine Wiederherstellung, die sich in acht Sanierungspakete gliedert, empfohlen. Demnach müssen die Geräteraumtore und Prallwand, der Halleninnenraum, die Umkleiden, Flure im Eingang und Kraftraum, der Zuschauerraum und die Tribüne sowie das Lager unter der Tribüne erneuert werden.

Daneben müssen die Flachdächer saniert werden, außerdem stehen für Fassade, Fenster und Türen energetische Sanierungen an. Nicht zuletzt müssen die nicht zulässigen gewendelten Außenfluchttreppen vor der Tribüne gegen eine Metalltreppe mit geradem Lauf ausgetauscht werden. Macht unterm Strich eine Summe von 2,75 Millionen Euro. Eine Wiederinbetriebnahme soll möglichst zum Schuljahresbeginn 2019/2020 erfolgen.