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Boden- und Pflanzenkunde Sechstklässler der Meller IGS begaben sich auf Hoferkundung

Von Dr. Stephanie Uhlhorn

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<em>Vollste Konzentration</em> beim Ermitteln des pH-Wertes der Erde. Foto: Stephanie UhlhornVollste Konzentration beim Ermitteln des pH-Wertes der Erde. Foto: Stephanie Uhlhorn

Melle. Begeistert sitzen Kinder auf dem Trecker, andere untersuchen Erde. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) nimmt zurzeit an der Hoferkundung „Boden- und Pflanzenkunde“ teil, die auf einem Acker des Hofes Detert stattfindet.

Uta Hölscher, Anke Detert und Christine Schneidermann hatten vor drei Jahren die Idee zur „Hoferkundung“. Sie entwickelten die Projekte „Kuh und Milch“ sowie „Huhn und Ei“. Nun „Boden und Pflanzen“. Das Team wurde mit Christine Klokkers und Lydia Buermann verstärkt, außerdem hilft Dirk Hölscher. Zudem kommt täglich ein Landwirt dazu.

Los ging es für die 6d mit der Bodenkunde. An drei Stationen lernten die Schüler, wie sie eine Bodenprobe entnehmen und pH-Wert und Wasserhaltevermögen von Böden bestimmen, wie Boden entsteht, und beschäftigen sich mit Flächengrößen, Aussaat, Ernte und der Funktion von Maschinen.

Die Jungen waren natürlich vom Trecker begeistert. Aber auch die Bodenuntersuchungen machten Spaß. Wann hält man sich sonst schon Erde an das Ohr und quetscht sie zwischen den Fingern, um herauszufinden, welcher Boden knirscht? Auf die Frage, welchen pH-Wert der Boden haben kann, kam die Antwort „sauer und süß“.

Nachdem die Schüler alle drei Stationen absolviert hatten, gab es Frühstück. In der Zeit tobten die Kinder ausgiebig, denn die volle Konzentration vorher brauchte ihren Ausgleich.

Dann kam das Thema Pflanzenkunde. Uta Hölscher und ihre Mitstreiterinnen erklärten das Pflanzenwachstum, zeigten unterschiedliche Getreidearten und führten einen Stärketest durch.

„Hier sehen wir mal, was auf einem Feld passiert, das ist spannend“, waren sich die Schüler schon in der Pause einig. Damit war ein Ziel der Organisatorinnen erreicht. „Wir wollen den Kindern die Landwirtschaft und was dahintersteckt wieder nahe- bringen“, erklärte Anke Detert. Außerdem sollen Vorbehalte gegen konventionelle Landwirtschaft abgebaut werden, die sich in der Gesellschaft immer weiter verbreiteten. Uta Hölscher fügte an: „Wir zeigen das gesamte Wachstum der Pflanze, und dazu gehört auch, dass wir die Pflanzen schützen, wenn sie krank sind. Schließlich sind sie unsere Nahrung.“ Dabei hebt sie hervor, dass kein Landwirt ohne Grund Dünger oder Chemikalien auf das Feld werfe. Dem gingen Bodenanalysen voraus, denn das koste ja auch etwas.

Wie auch die Hofkunde, die aus dem EU-Topf „Transparenz schaffen – Von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ teilfinanziert wird.


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