Lachen, Jubel und Applaus Fips Asmussen kalauert vor Publikum in Oldendorf

Catharina Kellermann

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Witze im Minutentakt – Fips Asmussen in seinem Element auf der Bühne des Saloons in Melle-Westerhausen.Witze im Minutentakt – Fips Asmussen in seinem Element auf der Bühne des Saloons in Melle-Westerhausen.

Oldendorf. Witze am laufenden Band präsentierte der Komiker Fips Asmussen am Freitag im Saloon in Westerhausen. Vor voll besetztem Haus in der „Außenstelle“ des Saloons witzelte der gebürtige Hamburger über Politik, Geld, Ehe und Sex, Hamburg, sein Leben und das Fernsehen.

In dem gut dreistündigen Programm folgte ein Kalauer auf den nächsten. Nicht jeder ein Hochkaräter, doch meistens mit Lachgarantie. Mit seinen 80 Jahren hat Fips Asmussen die Sicherheit und Routine, auch spontan zu reagieren. Ob auf das kurzzeitige Verschwinden einer Zuschauerin oder Störgeräusche in der Soundanlage, immer hatte er einen passenden Spruch parat.

Politiker mit Reformstau

Das bunt gemischte Publikum empfing den Komiker mit Jubel und Applaus. Dieser startete sein Programm schon beim Gang zur Bühne. Zuerst nahm er sich das anwesende Publikum vor: „Ah, hallo. Was hast du weiche Hände! Bist du arbeitslos?“, „Schönes T-Shirt, so weiß. Ist ja die Farbe der Unschuld. Aber ist ja auch nicht mehr ganz neu, ne?“ Danach kamen Politiker aller Couleur an die Reihe: „Ich weiß ja, dass ich dummes Zeug rede – im Gegensatz zu vielen Politikern. Im Reichstag in Berlin teilen sich doch 26 Politiker ein Gehirn!“ Und so ging es über ehemalige Politiker wie Franz-Josef Strauß, Hans Eichel – dessen Tochter Rosa heiße – und Helmut Kohl zu den aktuellen Volksvertretern, ob Angela Merkel, Renate Künast oder Gregor Gysi. Über Gerhard Schröder sagte er: „Vier Mal verheiratet und kein selbst gemachtes Kind. Typisch SPD. Oben große Klappe, unten Reformstau.“

Die 80 merkte man ihm an

Auch sich selbst nahm der Komiker immer wieder auf die Schippe. „Früher sind die Frauen mir reihenweise nachgelaufen. Das hat aufgehört, seit ich keine Handtaschen mehr klaue.“ Die 80 Jahre merkte man ihm durchaus an, nicht mehr so schnell und beweglich wie früher, doch geistig noch immer fit. Er kalauerte sich durch weitere Themen, bis er nach gut eineinhalb Stunden eine Pause einlegte. Kurz vor der Pause bewarb er noch seine CD und sein Buch – „für die, die lesen können“.

Nach der Unterbrechung ging es munter weiter. Er habe sich in der Pause auf die faule Haut gelegt, nicht seine eigene, habe aber Spaß gemacht. Der Kaffee, der ihm auf die Bühne gebracht wurde, kommentierte er nach dem ersten Schluck: „Aus Brasilien – und dann auch noch so heiß!“

Die folgenden Witze betrafen das Thema „Fernsehen“, so die von seiner Frau geliebten Kochsendungen wie auch die nächtliche Werbung. Er habe selbst einmal dort angerufen. „Hallo Schatzi, hier ist Janine. Was kann ich für dich tun?“ Seine Antwort: „Ruf mich mal zurück!“

Kleine Weisheit inklusive

Er beendete sein Programm mit einer kleinen Weisheit: „Egal wie wichtig du warst, egal wie viele Freunde du hattest. Es hängt vom Wetter ab, wie viele zu deiner Beerdigung kommen!“

Doch so leicht wollte ihn das Publikum nicht gehen lassen und verlangte nach einer Zugabe. Fips Asmussen legte also noch einmal nach, bevor er endgültig mit den Worten schloss: „Wenn es euch gefallen hat, dann erzählt es allen weiter. Wenn es euch nicht gefallen hat, dann erzählt es mir. Ich erzähl es bestimmt niemandem weiter!“ Unter Lachen, Jubel und Applaus verließ der Komiker die Bühne.

Lesen Sie auch: Fips Asmussen im Interview.


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