Aufräumaktion am späten Abend Wassermassen verwandeln Oldendorfer Freibad in See

Von Kirsten Muck


Oldendorf. Das Schlimmste war der Schlamm. Als das Gewitter am Dienstag Straßen in Sturzbäche und Einfahrten in Seen verwandelte, drohte auch das Freibad in Oldendorf abzusaufen. Doch die Oldendorfer hatten Glück im Unglück: Die Schlammmassen sind nicht bis ins Becken gelaufen. Und sie hatten viele tatkräftige Helfer.

Steffen Mann, Vorsitzender des Fördervereins des Oldendorfer Freibads ist immer noch tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Oldendorfer. Als er am Dienstagabend um 19 Uhr die ersten Bilder von den Wassermassen auf seinem Handy sah, packte er schnell Gummistiefel, Schaufel und Schubkarre ein und fuhr zum Freibad. Was er dort sah, machte ihn sprachlos: Der Regen hatte das Freibad in einen See verwandelt. Die Umkleiden, die Toiletten, der Eingang, alles stand unter Wasser. Während Steffen Mann schon mal die Ärmel hochkrempelte und mit dem Aufräumen anfing, organisierte seine Frau einen Hilfstrupp. „Innerhalb einer halben Stunde standen da 35 Leute, die mit anpackten“, erzählt Mann. Auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr halfen mit. Sie schaufelten den Schlamm in Schubkarren. Unzählige Male liefen die Helfer mit den Schubkarren zum Mühlenbach und kippten den Schlamm ins Flussbett. Dann reinigten sie die Abflüsse auf dem Gelände des Freibads, damit das Wasser über die Drainage wieder ablaufen konnte. Um 22.15 Uhr waren die Helfer fertig mit ihrer Aufräumaktion. „Wir haben alles wieder picobello hinbekommen, sodass das Freibad am Mittwoch wieder geöffnet werden konnte“, berichtet Mann. Das sei außergewöhnlich und nicht selbstverständlich, meint er und dankt noch mal allen Helfern für ihren Einsatz.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN