„Und alle hoffen auf Frieden“ Großes Sommerkonzert der Meller Schulen für Unicef

Von Conny Rutsch


Melle. Zum traditionellen Sommerkonzert zugunsten des Kinderhilfswerks Unicef hatten mehrere Meller Schulen am Mittwoch eingeladen.

Die Luft schwirrte im Forum. In den Gängen und auch im Zuschauerraum machte sich die Aufregung bei den jungen Künstlern durchaus auch lautstark bemerkbar. Übel nahm ihnen das niemand, denn schließlich durfte so manch ein Kind zum ersten Mal in seinem Leben auf der Bühne stehen.

Bewegender Abend

Und was für ein bewegender Konzertabend war das. Instrumentalgruppen und Chöre musizierten sich direkt in die Herzen ihrer Familien und der Gäste im sehr gut besuchten Forum. Gut vorbereitet präsentierten sie ein abwechslungsreiches und mitreißendes Programm.

Das begann schon richtig frisch mit zwei kurzweiligen Stücken vom Vororchester des Gymnasiums unter der Leitung von Jan Mons. Dass sich gerade das Singen – gerne auch im Chor – positiv auf Geist, Körper und Seele auswirkt, betonte Christoph Lanver, der mit seinem Kollegen Peter Sommer für die Moderation zuständig war.

Wieviel Spaß das Singen macht, zeigte denn auch der Chor der Grundschule Gesmold unter der Leitung von Christa Wolf. „Singen is ´ne coole Sache“, schmetterten die Lütten voller Inbrunst ins Publikum. Nach weiteren zwei Liedern wurden sie vom Regenchor der Grundschule Eicken-Bruche und der Flötengruppe abgelöst, die gemeinsam und unter gemeinsamer Leitung von den Lehrerinnen Claudia Preuß und Micaela Reule den Zuhörern breite Lächeln ins Gesicht zauberten.

Saiten spielen eine wichtige Rolle beim Musizieren. Dafür hatte Monika Weigelt die Geigen- und Gitarrengruppen von Grönenbergschule und Gymnasium vorbereitet sowie einen Chor, die mit viel Freude und vom Ringelwurm Rinaldo bis zum Cowboy Jim einen bunten Musikmix darbrachten.

Gesangssolistin mit gefühlvollen Songs

Wie immer, wenn es in Melle um Unicef geht, muss auch Rolf Lieske, früher Musiklehrer am Meller Gymnasium, zur Sprache kommen. Nicht nur die großen Spendenkonzerte in Melle regte er an. Er knüpfte Verbindungen zum Herder Gymnasium nach Merseburg, wo seit dem Beginn der 90er Jahre ebenfalls Unicefkonzerte stattfinden. Gemeinsam mit Austauschschülern aus Merseburg hatten Christoph Lanver vom Gym Melle und sein Merseburger Kollege Elias Zill drei wunderbare Chorstücke einstudiert, ein Spektrum von modernen Liedern bis hin zu einem fetzigen afrikanischen Song.

Vier Trompeten, ein Horn, ein Saxofon, eine Klarinette, zwei Querflöten und Schlagzeug: das ist die Vorbläsergruppe des Gymnasiums, die sich unter der Leitung von Stefan Sporreiter mit zwei Stücken in Szene setzen konnte.

Mal etwas ganz anderes, und zwar die Band AG (Leitung Marc Selige), hatte die Ratsschule auf dem Zettel: Pasquale Sgro am Piano, Luca Strignano, Gitarre und die Gesangssolistin Carolina Marks rockten mal eben mit gefühlvollen Songs das Publikum. So geht Musik an Schulen eben auch, große Klasse.

Bigbandsound

Mit dem Bigbandsound der IGS mit David Höing am Pult plus einer kleinen Sängergruppe endete das Konzert so richtig furios zum Mitklatschen und Abfeiern.

Dass die Ortsgruppe Unicef Osnabrück in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, erwähnte Mechtild Hortenbach, die mit ihrer Kollegin Brigitte Brokate regelmäßig zu Gast bei den Unicef-Konzerten in Melle ist. „Unicef möchte die Not wenigsten ein bisschen lindern, die Kinder durch Krieg und Gewalt erleiden“, erklärte sie.

Und noch etwas berichtete sie: die Bäckerei-Innung Osnabrück verkauft ein selbst kreiertes Apfelbrot mit dem Unicef-Logo obendrauf. 50 Cent von jedem verkauften Brot gehen an das Kinderhilfswerk, auch in Melle in der Bäckerei Koors.

Am Ausgang sammelten die Kinder in ihren Instrumentenkästen die Summe von 818,37 Euro an Spenden für Unicef ein.