Geänderte Strecke am Grönegaubad Triathlon früh ausgebucht, Staffelplätze noch frei

Von Heike Dierks

Die Organisatoren Cindy Bordihn und Carsten Schoster denken auchan die Beschilderung des Meller Triathlons. Foto: BordihnDie Organisatoren Cindy Bordihn und Carsten Schoster denken auchan die Beschilderung des Meller Triathlons. Foto: Bordihn

Am Sonntag, 3. Juni, steigt der mittlerweile 33. Meller Volks-Triathlon. Der SC Melle lädt ein zu 400 Meter Schwimmen, 16 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen rund ums Grönegau-bad. Das Organisationsteam rechnet mit mindestens 400 Teilnehmern.

Melle. „Auch in diesem Jahr waren die 250 Plätze für Einzelstarter schon eine Woche nach dem Online-Meldestart im Januar ausgebucht. Das Konzept eines Triathlons in familiärer Atmosphäre scheint gut anzukommen“, sagt Cindy Bordihn. Nur bei den Staffelstarts um 10.45 und 11 Uhr sind noch Plätze frei. Voranmeldungen für Staffeln seien allerdings auch eher unüblich. Die Hauptorganisatorin rechnet mit 50 bis 60 teilnehmenden Staffeln. Damit würde man sich auf Vorjahresniveau bewegen. „Das ist auch das Maximum dessen, was für uns geht, damit der Triathlon für alle eine schöne Veranstaltung ohne Stau an Knotenpunkten wird“, erläutert Bordihn.

In der Staffel absolviert jeder Teilnehmer eine der drei Disziplinen. Einzige Voraussetzung: Eine Frau muss dabei sein. Die Anmeldung ist auch am Veranstaltungstag spontan möglich.

Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung ist das Grönegaubad: Dort befinden sich Start- und Zielbereich sowie die Wechselzone. Die ist in diesem Jahr etwas verlegt worden. Der Vorschlag, den Betriebshof des Bads als Wechselzone zu nutzen, kam von den Schwimmmeistern. „Dadurch haben wir mehr Parkmöglichkeiten, und die normalen Schwimmbadbesucher kollidieren nicht mehr mit unseren Radfahrern. Daher haben wir gemeinsam entschieden, die Wechselzone und Teile der Laufstrecke umzulegen“, erklärt Bordihn.

Dadurch wird die Laufstrecke im Vergleich zu den Vorjahren etwa 500 Meter länger, die Teilnehmer werden am Schwimmbad einmal hin und zurück laufen. Die Radstrecke wird so um etwa 400 Meter kürzer. Die diesjährigen Zeiten werden also nicht mit Ergebnissen früherer Jahre vergleichbar sein. „Bisher war es für die Frauen schon eine hohe Hausnummer, unter einer Stunde ins Ziel zu kommen. Ich bin gespannt, ob das dieses Jahr noch eine Teilnehmerin schafft“, äußert die Hauptorganisatorin, die im Staffelwettbewerb als Schwimmerin zum Einsatz kommt. Für einen Einzelstart bleibt derweil keine Zeit.

Ab 9 Uhr werden die Einzelstarter auf die Strecke geschickt. Nach den Staffelstarts um 10.45 und um 11 Uhr ist die Siegerehrung für circa 12.30 Uhr geplant.

Wegen der Straßensperrung für die Radstrecke müssen die Anwohner der Gesmolder Straße bis zur Einmündung der Schlossallee von circa 8 bis 12.30 Uhr mit Einschränkungen rechnen.

Neben einigen Könnern soll der Grönegau-Triathlon vor allem Einsteiger für den sportlichen Dreikampf begeistern. Dieses Ziel hat sich auch die Triathlonabteilung der TSG Burg Gretesch gesetzt. Im Februar wurde ein zwölfwöchiges Training unter dem Motto „Mein erster Triathlon“ gestartet, die Einheit gipfelt für die 14 Neulinge nun in der Wettkampf-Premiere in Melle.

Orga direkt vor Geburt

Insgesamt sind mehr als 60 ehrenamtliche Helfer des SC Melle für den Triathlon im Einsatz. Bei Cindy Bordihn läuft alles zusammen. Die Organisatorin ist bereits zum 16. oder 17. Mal dabei, ganz sicher ist sie sich bei der Anzahl nicht. Aber das ist gewiss: Vor 14 Jahren musste sie einmal aussetzen, weil zwei Tage vor dem Triathlon Sohn Rouven zur Welt kam. Auf dem Weg in die Klinik hielt die Hochschwangere noch bei ihrem Vater Werner Gelhot an, seit Langem einer der Macher in der Meller Leichtathletik, um ihm letzte Anweisungen für den Triathlon zu geben. Die Minuten verstrichen, Gelhot wurde nervös und beorderte seine Tochter auf die Geburtsstation. Alles ging gut. Sohn Rouven ist längst selbst sportlich aktiv und hat auch schon am Staffelwettbewerb des Triathlons teilgenommen.

Alle Infos online unter: www.groenegau-triathlon.de.