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29.05.2018, 06:19 Uhr KOMMENTAR

Luther bleibt in Melle im Gespräch

Kommentar von Michael Hengehold

Etwa dort, wo zuvor die Hinweisschilder standen, wir das Luther-Denkmal stehen.Etwa dort, wo zuvor die Hinweisschilder standen, wir das Luther-Denkmal stehen.

Melle. Die Querelen um die Aufstellung des Luther-Denkmals in Melle sorgen schon vor dessen Enthüllung für Gesprächsstoff. Das hat auch sein Gutes, findet unser Kommentator.

Annehmbarerweise haben die meisten Beteiligten kein Interesse daran, dass die Querelen rund um das Luther-Denkmal weiter thematisiert werden.

Die Skulptur wird aber nicht in einem Garten aufgestellt, sondern im öffentlichen Raum und deshalb sprechen die Meller natürlich darüber. Insbesondere, weil die Kirchengemeinde, die eigentlich ein Geschenk für 50000 Euro erhalten sollte, selbiges ablehnt und dies öffentlich nur vage begründet.

Daraufhin muss dann die politische Gemeinde eine Heimstatt für Luther suchen, der nun also mit Blick auf die Kirche der nach ihm benannten Gemeinde stehen wird. Und den Katholiken mithin den Rücken zuwendet. Welch Symbolik.

Und dabei ist die Ausgestaltung des Werkes noch nicht einmal bekannt. Denn auch dazu werden die Meller sicher etwas zu sagen haben. Luther bleibt im Gespräch. Auch ein Erfolg.


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