Positive Signale Begräbniskasse Altenmelle: Beiträge bleiben unverändert

Urne oder Sarg? Bei einer Bestattung kommen einige Kosten auf die Hinterbliebenen zu. Foto: dpaUrne oder Sarg? Bei einer Bestattung kommen einige Kosten auf die Hinterbliebenen zu. Foto: dpa

pm/heu Melle. Die Begräbniskasse Altenmelle als „kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit“ unter Landesaufsicht kann die zum 1. Januar 2012 beschlossenen Leistungserhöhungen über einheitlich 60 Euro in allen Sterbeklassen trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin aufrecht erhalten.

So kommen aktuell in den einzelnen Sterbeklassen der bis zum Jahr 1990 eingetretenen Mitglieder derzeit je nach Eintrittsalter Sterbegelder in Höhe von 555 bis 895 Euro zur Auszahlung. Und das bei dem äußerst niedrigen Jahresbeitrag von 5,20 Euro, der seit dem Jahr 1965 nicht erhöht wurde.

Zurückgehende Zinserträge

Aufgrund der allgemeinen Niedrigzinslage können derzeit im Sterbefall, lediglich die bisher als Zuschlag zu den Sterbegeldern gezahlten Gewinnzuschläge nicht ausgezahlt werden.

In angenehmer Atmosphäre fand kürzlich eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Der Vorsitzende Wilhelm Potts erläuterte den anwesenden Mitgliedern die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2017. Trotz gegenüber dem Vorjahr um 16,6 Prozent höheren Sterbegeldaufwendungen erzielte die Kasse wie auch im Vorjahr ein positives Ergebnis.

Infolge tendenziell zurückgehender Zinserträge und Beitragserlöse konnte dieses bisher und kann auch zukünftig nur erreicht werden, wenn die Kasse mit äußerst niedrigen Verwaltungskosten auskommt, was den Mitgliedern über die Höhe der Leistungen zugutekommt. Die in der Satzung festgelegte Höchstgrenze der Verwaltungskosten im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen wurde auch in den Jahren 2016 und 2017 deutlich unterschritten.

Zur Entwicklung des derzeit 733 Personen zählenden Mitgliederbestandes führte der Vorsitzende aus, dass die Zahl der Neueintritte zwar immer noch gering, jedoch die Altersstruktur des Mitgliederbestandes mit knapp 60 Prozent der Mitglieder in der Altersklasse bis zum 60. Lebensjahr auch nicht dramatisch schlecht ist.

Jüngere Jahrgänge

Die anwesenden Mitglieder diskutierten über die Möglichkeiten, den Eintritt in die Begräbniskasse auch für jüngere Jahrgänge weiterhin attraktiv zu machen. Dazu wurde die Satzung bereits im Jahr 2006 für Eintritte bis zum 50. Lebensjahr geöffnet und der Neuabschluss von Mehrfachversicherungen ermöglicht.

Die Anwesenden waren sich einig, dass die private Vorsorge gerade vor dem Hintergrund der Streichung des Zuschusses zu den Bestattungskosten aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ab 1. Januar 2004 einen zunehmend hohen Stellenwert besitzt.

Um die Informationen transparenter zu gestalten, wurde eine neue Homepage unter www.begraebniskasse-altenmelle.de eingerichtet. Hier können sich die Mitglieder sowie Interessenten über die Leistungen informieren. Ebenfalls ist die Kasse für Rückfragen unter der E-Mail-Adresse (kontakt@begraebniskasse-altenmelle.de) erreichbar.