Keine Sicherungsverwahrung Meller Mörder muss in den Entzug

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Der Mann, der 2016 Marco K. in der von-Bar-Straße in Melle getötet hat, muss nach seiner Haftstrafe nicht in Sicherungsverwahrung. Foto: dpaDer Mann, der 2016 Marco K. in der von-Bar-Straße in Melle getötet hat, muss nach seiner Haftstrafe nicht in Sicherungsverwahrung. Foto: dpa

Melle. Der Mann, der 2016 Marco K. in der von-Bar-Straße in Melle getötet hat, muss nach seiner Haftstrafe nicht in Sicherungsverwahrung, aber einen Entzug absolvieren.

Im Mai 2017 wurde ein 40-Jähriger Meller vor dem Landgericht Osnabrück wegen des Mordes an Marco K. zu 14,5 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Im Rahmen einer Revision hatte der Bundesgerichtshof (BGH) im Dezember 2017 aber entschieden, dass die Sicherungsverwahrung einstweilen aufgehoben wird. Der BGH hatte verfügt, dass über eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sowie die Sicherungsverwahrung vor dem Landgericht neu verhandelt werden müsse.

Dieses Verfahren ist nach mehreren Verhandlungstagen am Mittwoch zu Ende gegangen. Dabei wurde die Sicherungsverwahrung endgültig aufgehoben und eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Seit seinem 21. Lebensjahr opiatabhängig

Ein Sachverständiger hatte ausgesagt, dass dafür zwei Jahre nötig sein würden. Der Verurteilte ist seit seinem 21. Lebensjahr opiatabhängig. Am Tatabend hatte er neben zwei Promille Alkohol auch einen Methadon-Gehalt im Blut, der nach Angaben eines Gutachters für jeden nicht-drogenabhängigen Menschen tödlich gewesen wäre.

Bei guter Führung nach zwei Dritteln raus

Der Verurteilte hatte im August 2016 den 45-Jährigen in dem Glauben niedergestochen, der habe ein Verhältnis mit seiner Freundin. Die Frau wollte der Täter ebenfalls töten, sie konnte aber aus der Wohnung fliehen und sich draußen verstecken.

Eine Landgerichtssprecherin sagte unserer Redaktion gestern, dass die zwei Jahre in der Entzugsanstalt auf die Haftzeit angerechnet werden. Bei guter Führung könnte der Mann auf Bewährung nach zwei Dritteln der 14,5 Jahre entlassen werden.

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