1. Mai: Ausschuss lobt Konzept Das Rund-um-Paket soll in Melle weitergeführt werden

Von Petra Ropers

Das Gesamtkonzept gegen Alkoholkonsum durch Jugendliche in Melle greift. Symbolfoto: dpaDas Gesamtkonzept gegen Alkoholkonsum durch Jugendliche in Melle greift. Symbolfoto: dpa

Melle. Für freiwillige Zuwendungen der Stadt Melle im Bereich der freien Wohlfahrtspflege gilt künftig eine detaillierte Richtlinie. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag an den Rat fasste am Mittwoch der Ausschuss für Soziales, Jugend, Familie, Senioren und Integration.

In Melle hat im sozialen Bereich die Zusammenarbeit der Stadt mit der freien Wohlfahrtspflege, Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften, Vereinen und Initiativen eine lange Tradition. Ebenso lange fördert die Stadt die soziale Arbeit mit freiwilligen Zuwendungen in Höhe von 86.500 Euro. Die neue Richtlinie stelle die über Jahrzehnte gewachsene Förderpraxis nun auf eine rechtssichere Grundlage, erläuterte Erster Stadtrat Andreas Dreier.

Ziel sei es, bestehende Angebote zu erhalten und auszubauen, gleichzeitig aber durch Projektförderung neuen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Durch die größere Transparenz sollen zudem Doppelförderungen/Strukturen vermieden werden. „Die Richtlinie ist differenziert, übersichtlich und verständlich gestaltet“, lobte Herla Wendelin-Feindt (CDU) das Papier, das nicht zuletzt auch Sicherheit für die Antragssteller bieten soll.

Frage Gemeinnützigkeit

Auf das in der Richtlinie angeführte Erfordernis der Gemeinnützigkeit von Antragsstellern wies kritisch Ursula Buermeyer (Grüne) hin. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre versicherte Andreas Dreier jedoch, dass keine bisher bewilligte Förderung durch den Passus der Gemeinnützigkeit entfallen würde. Die neue Richtlinie soll formal am 1. Juli in Kraft treten. Um den Vereinen, Verbänden und Initiativen aber ausreichend Zeit zur Antragsstellung zu lassen, gilt sie erstmalig für die Auszahlung in 2019.

Einen ausdrücklichen Dank sprach Thomas Schulke (CDU) allen Akteuren aus, die sich in Melle sozial engagieren: „Ohne sie wäre vieles nicht möglich.“ Dank galt im Ausschuss auch den vielen Helfern, die bei der Mai-Party am Weberhaus für die jungen Besucher engagierten. Für das Forum Freie Wohlfahrtpflege Melle zog Monika Schnellhammer ein positives Fazit des Feiertages. Demnach mussten deutlich weniger Jugendliche als im Vorjahr wegen übermäßigen Alkoholkonsums ins DRK-Zentrum oder ins Krankenhaus gebracht werden.

Hand in Hand

Haupt- und Ehrenamtliche von Diakonischem Werk und Caritas, DRK, Feuerwehr, Polizei und Stadt engagierten sich Hand in Hand, um das von der Landjugend Oldendorf organisierte Event zu unterstützen. Seit Jahren bieten die Mitarbeiter von Caritas und Diakonischem Werk den Festbesuchern dabei Wasser an und nutzen die Gelegenheit stets auch zum Gespräch. Sollte doch einmal ein Jugendlicher in das DRK-Zentrum gebracht und von den Eltern abgeholt werden müssen, dann verweisen die Mitarbeiter dort auf weitergehende Gesprächs- und Beratungsangebote.

Doch die präventive Arbeit beginnt nicht erst am Maifeiertag. Sie findet vielmehr das ganze Jahr über auch an den Schulen statt. Als erfolgreiches Gesamtkonzept bezeichnete der Ausschussvorsitzende Heiko Grube das Rund-um-Paket. Und das soll, darin waren sich Ausschussmitglieder und Vertreter der Freien Wohlfahrtspflege einig, trotz des hohen Aufwandes weiter fortgeführt werden.