Teamspirit soll Erfolg bringen Handball: HSG Melle kämpft gegen Rastede um Aufstieg

Von Heike Dierks

Eingeschworenes Team: Die Handballer der HSG Grönegau-Melle hoffen, dass sie im Relegationsrückspiel gegen Rastede mit mannschaftlicher Geschlossenheit den Aufstieg in die Landesliga klarmachen können. Foto: Karl-Heinz AllerdissenEingeschworenes Team: Die Handballer der HSG Grönegau-Melle hoffen, dass sie im Relegationsrückspiel gegen Rastede mit mannschaftlicher Geschlossenheit den Aufstieg in die Landesliga klarmachen können. Foto: Karl-Heinz Allerdissen

Gibt es am Ende eine fröhliche Bierdusche oder werden Tränen des Frusts fließen? Nach der 28:31-Niederlage im Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur Landesliga beim VfL Rastede sind die Handballmänner der HSG Grönegau-Melle optimistisch, das Gesamtergebnis zu ihren Gunsten zu gestalten.

Melle. Im Rückspiel Samstag (16 Uhr) in Neuenkirchen muss der Zweite der Abschlusstabelle der Landesklasse Süd gegen den Dritten der Nord-Staffel einen Drei-Tore-Rückstand aufholen. Ein mit drei Treffern gewonnenes Spiel würde reichen, wenn das Ergebnis von der Anzahl der Tore unter dem des Hinspiels bliebe: Mit einem 30:27 zum Beispiel wäre die HSG aufgestiegen. Denn in der Relegation gilt die vom Fußball bekannte Auswärtstor-Regel. Ein mit vier oder mehr Toren Vorsprung gewonnenes Rückspiel würde natürlich auch reichen.

Die Stimmung im Team ist gut, wie HSG-Vorsitzender Arend Meyer zur Heide berichtet. Im Training am Dienstagabend wurde die Hinspiel-Niederlage selbstkritisch analysiert. „Die Mannschaft sieht gute Chancen, das Ding umzubiegen. Zumal wir im Hinspiel zwischenzeitlich mit sieben Toren zurückgelegen und am Ende auf einen Drei-Tore-Rückstand aufgeholt haben.“ Die HSG versteht es also, Rückstände aufzuholen.

Die Tiger wissen nun um die Aktivposten des Gegners. Die gelte es am Samstag zu neutralisieren oder in ihrer Wirkung zumindest einzudämmen. „Rastede ist individuell stark besetzt. Wir müssen mit einer guten Teamleistung dagegenhalten, Vollgas geben und noch einmal alles raushauen“, gibt Meyer zur Heide die Marschroute vor. Er sieht die Aufstiegschancen bei 50:50. „Wir kämpfen auf Augenhöhe.“

Bordihn coacht HSG

Betreut wir das Team am Samstag vom langjährigen HSG-Spieler Mike Bordihn, der für den erkrankten Trainer Frank Lührmann aushilft. Er wird auf Spieler Jannik Lampen wohl verzichten müssen, der in der ersten Begegnung nach einem Sturz auf den Kopf eine Gehirnerschütterung erlitt. „Jannik ist zu Hause. Ihm geht es so weit ganz gut“, sagt der HSG-Vorsitzende. Ein Einsatz käme aber zu früh.

Lukas Vahle ist angeschlagen. Es besteht aber Hoffnung, dass er zum Wochenende fit wird. Leon Bartels kehrt zurück ins Team, Thomas Allerdissen hingegen ist auch im Rückspiel nicht dabei. Christian Möllers ist eigentlich beruflich verhindert, versucht seinen Wochenend-Dienst aber noch zu tauschen.