Applaus für Erweiterungspläne St. Marien in Melle plant weitere Krippenplätze

Von Simone Grawe

Das Familienzentrum St. Marien möchte sein Krippenangebot erweitern. Symbolbild: Gert WestdörpDas Familienzentrum St. Marien möchte sein Krippenangebot erweitern. Symbolbild: Gert Westdörp

Melle. In Melle fehlen Krippenplätze. Darauf möchte die Kirchengemeinde St. Matthäus reagieren. Sie plant den Bau einer weiteren Krippengruppe im Familienzentrum St. Marien am Schürenkamp.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport stellte Kita-Leiterin Ulrike Eickmeyer die Erweiterungspläne vor. Sie fanden die ungeteilte Zustimmung des Ausschusses, nicht nur im Hinblick auf das bauliche Konzept, sondern vor allem auch mit Blick auf das Finanzierungsmodell.

„Die Krippe ist salonfähig geworden“, stellte Ulrike Eickmeyer fest. So steige auch in Melle die Nachfrage nach einem Ganztagsangebot im Krippenbereich: „Und darauf müssen wir schnell reagieren“.

Versorgung unzureichend

Die Versorgung in Melle-Mitte ist derzeit unzureichend. So können zum neuen Kindergartenjahr nicht alle angemeldeten Kinder in Kitas untergebracht werden. Derzeit stehen 194 Plätze bereit, der Bedarf wird jedoch ab 2020 noch einmal deutlich auf 238 Plätze ansteigen.

Mit dem vom Familienzentrum St. Marien vorgelegten Konzept können bis zu 35 freie Kita-Plätze entstehen. Geplant ist demnach ein Bau auf dem Flachdach des vorhandenen Gebäudes am Schürenkamp. Hier könnten neben einem großen Gruppenraum, Nebenraum und Ruheraum auch sanitäre Anlagen geschaffen werden. Insgesamt entstehen Kosten in Höhe von 375000 Euro.

„Wir haben dabei die sportliche Idee entwickelt, das neue Krippenangebot zum 1. August 2019 zu eröffnen und damit eine Hilfestellung zu geben, um den Rechtsanspruch zu erfüllen“, äußerte sich Ulrike Eickmeyer.

Geradezu begeistert

„Ein tolles Angebot des Trägers“, kommentierte Andreas Dreier. Der Bedarf, weitere Krippenplätze zu schaffen, sei definitiv gegeben. Die Verwaltung sei dankbar über den Vorschlag, den eigenen Bestand zu erweitern, erklärte der Erste Stadtrat.

„Fantastisch, ich bin geradezu begeistert, dass sich ein Träger solche Gedanken macht und so ein prima Modell erarbeitet“, fügte Axel Uffmann (SPD) an. Als politisch Verantwortlicher könne man froh und dankbar sein, dass der Träger ein Konzept vorlege, dass die Chance biete, Bedarfe abzudecken.

Sehr gelungene Idee

Als sehr gelungene Idee und als ein tolles Entgegenkommen bewertete Heiko Grube (CDU) den Vorstoß des Familienzentrums, während Uschi Thöle-Ehlhardt betonte, dass das neue Angebot eine Entlastung für Melle bringen werde: „Ambitioniert und engagiert“, meinte die UWG-Sprecherin.

Auch die Grünen befürworteten das vorgestellte Modell: „Plausibel dargestellt“, würdigte deren Sprecher Alfred Reehuis.

Nachdem der Ausschuss die Pläne wohlwollend zur Kenntnis genommen hat, können jetzt die weiteren Details erarbeit und das Planverfahren fortgesetzt werden.