Premiere beim Museumstag Neue Wege gehen in Melles historischen Häusern

Von Marita Kammeier


Melle. Museen sind ideale Orte, um sich besser kennenzulernen. Am internationalen Museumstag öffnete der Heimatverein Melle erstmalig Türen und Tore des Grönegau-Museums, um interessierten Besuchern Einblicke in die Geschichte, Kultur und vielfältigen Aktionen zu geben.

In Deutschland gibt es 6 500 Museen. Viele dieser Häuser laden an diesem Tag zu einem besonderen Programm ein mit kreativen Mitmach-Angeboten, spannenden Führungen und Informationen über frühere Zeiten. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“.

Das nutzte auch der Heimatverein Melle aus Anlass seiner 100-Jahr-Feier zu einer Präsentation der historischen Gebäude im Grönenbergpark. Die Besucher erkundeten in den Fachwerkhäusern alte Schätze, wie Gerätschaften für die Landwirtschaft, Möbel und Gegenstände des Alltags.

Wie sieht ein Nummerierschlägel für Baumstämme aus, und was ist ein Schieferton-Prägerad? Das blieb jedoch ein Geheimnis, gehörte es doch zum Gewinnspiel „Was bin ich?“. Ziel war es, einen historischen Gegenstand aus dem Fundus des Museums korrekt zu benennen. Aus den eingereichten Teilnahmecoupons wird später der Sieger ermittelt, dem ein Melle-Gutschein im Wert von 50 Euro winkt.

Farben aus Blüten

In der Remise staunten die Ausflügler über einen großen, braunen Holzmodel oder Stempel. Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren lernten, unter fachkundiger Aufsicht farbenfrohe Stoffdrucke mit Blütenstempeln anzufertigen. Die Erwachsenen fanden es ebenso spannend.

„Um junge Familien an unsere Einrichtung heranzuführen, bieten wir die Stoffdruckaktion für Kinder an“, erläuterten die Vorstandsmitglieder Lisa Mach, Jürgen Krämer und Uwe Plaß, die für jeden Monat des Jubiläumsjahres mindestens eine besondere Veranstaltung vorbereitet haben. Dazu zählen auch Ausstellungen und ein Familienfest.

Mit Sonderstempel

Im Mai gab es die Herausgabe eines Sonderstempels und dreier Sonderbriefmarken mit Ansichten des Grönegau-Museums – eine Aktion, die der Heimatverein in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post AG und den Briefmarkenfreunden Grönegau realisierte.

Die eintägige Zeitreise in die Geschichte weckte das Interesse der Besucher und machte neugierig auf mehr Wissen über Sammlungen und alte Handwerkskünste.