Neue Show im GOP In Bad Oeynhausen fliegt der Fisch


Bad Oeynhausen. Wenn eine Show mit Gegensätzen spielt, dann ist es „Slow“. Im neuen Programm, das ab dem 17. Mai im GOP Kaiserpalais zu sehen ist, trifft der Komiker Claude Criblez mit seiner Schweizer Gelassenheit auf eine junge Truppe von Artisten, die vor Dynamik und Können nur so sprühen.

Höher, Schneller, Weiter – das ist das Motto dieser grandiosen Künstler, die mit ihren Darbietungen wie Cyr, Diabolo, Hula Hoop oder Luftring neue Maßstäbe setzen und dem Zuschauer mit der Geschwindigkeit ihrer Performance den Atem rauben.

Zurücklehen, vom rasanten Tempo verschnaufen und Tränen lachen heißt es immer wieder, wenn der Publikumsliebling Claude Criblez mit seinem Flugzoo die Bühne betritt. Er lässt Katzen und Fische durch den Saal fliegen und ist von wirklich gar nichts aus seiner Schweizer Gemütlichkeit zu bringen.

In seinem Flugzoo werden zeppelinartige Objekte zum Leben erweckt und zu Hauptdarstellern eines poetischen und humorvollen Spiels. Ein Fisch und eine Katze vollbringen dabei erstaunliche Flugkunst. Als Berner wird der Flugzoo-Dompteur gerne belächelt - wegen der Langsamkeit. Obwohl er persönlich findet, er gibt ziemlich Gas.

Die grazile Artistin Ingrid Korpitsch ist künstlerisch eine Tausendsassarin (kann man das so sagen?). Ballettstunden in der Jugend, Musical-Darstellerin, Theater-Produktionen, Luftartistik. In der GOP-Produktion „Slow“ führt sie ihre musikalischen und artistischen Qualitäten zusammen und erfreut das Publikum am Luftring, am Piano und mit ihrer Stimme.

Jonas Witt wirbelt im lebensgroßen Cyr-Ring über die Bühne. Eigens für „Slow“ hat er eine noch nie dagewesene Kunstform entwickelt. Nur an Gummibändern hängend, performed der junge Österreicher seine Körperkunst in der Luft, quasi falsch herum. Immer den Raum nutzend, den ihm die zurückschnallenden Bänder gewähren.

Die Partnerakrobatk von Acelya Özcan und Pavel Gurov hat es in sich: Das Duo verfügt tänzerisch und akrobatisch über das gewisse Etwas. Die Choreographie ist komplex und sehr modern. Klassische Tango-Elemente paaren sich mit Breakdance, Akrobatik und Kampfkunstmoves. In einem technisch raffinierten Solo am Chinesischen Mast zeigt Gurov zudem seine sanfte und verletzliche Seite.

Füße gehören bei den meisten Menschen zu den vernachlässigten Körperteilen. Nicht so bei der Australierin Hazel Bock alias „Amazing Hazel“, die per pedes jongliert.

Mit 16 lief Mélodie Lamoureuxvon zu Hause fort, um ihren Traum von einer Zirkuskarriere zu leben. Sie versuchte sich erst am Trapez und entdeckte später ihre Leidenschaft für Hula Hoop, die sie an der National Circus School of Montreal perfektionierte.

  • Tickets ab 23 Euro unter Tel. 0 57 31 / 74 48 0 oder auf variete.de.