Zweieinhalb Jahre Gefängnis Meller kauft online mit Daten des Vaters ein

Landgericht Osnabrück. Symbolfoto: Michael GründelLandgericht Osnabrück. Symbolfoto: Michael Gründel

cew Melle. Ein 35-Jähriger Mann aus Melle-Mitte, der derzeit in der JVA München einsitzt, hat online Waren für fast 20 000 Euro bestellt und nicht bezahlt. Zudem orderte er auch mit Daten seines Vaters - ohne dass jener davon etwas wusste.

Der 35-Jährige aus Melle musste sich nun erneut vor dem Landgericht Osnabrück verantworten. Der Grund: Er war im November vergangenen Jahres vom Amtsgericht Osnabrück wegen seiner zahlreicher Betrügereien verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte der Meller, der aktuell in der Justizvollzugsanstalt (JVA) München untergebracht ist, allerdings Berufung ein. Von Erfolg gekrönt war der Widerspruch aber nicht.

„Die Berufung wurde verworfen“, teilt eine Sprecherin des Landgerichtes auf Anfrage unserer Redaktion mit. Und weil in das Urteil noch ein weiteres mit einbezogen wird, muss der Meller nun zweieinhalb Jahre absitzen.

Für sich und die Kinder

Ein ordentlicher Denkzettel, den ihm der gewerbsmäßige Betrug, teilweise in Verbindung mit Urkundenfälschung, eingebracht hat.

In mehreren Online-Shops hatte der Angeklagte für sich und seine Kinder Waren bestellt, obwohl ihm seine finanzielle Lage eine Bezahlung der Sachen nicht möglich machte. Dementsprechend fiel sein Konto mit Rückbuchungen auf.

Sechsmal im Namen des Vaters

Auch auf den Namen seines Vaters, mit dem er zerstritten sein soll, kaufte der Angeklagte ein – insgesamt sechs Mal, so lautete die Anklage des Gerichts. Dass der Vater die Rechnungen nicht begleichen würde, habe der Sohn dabei anscheinend in Kauf genommen.

Unterm Strich ergaunerte sich der Meller somit Sachen im Wert von etwa 18 000 Euro.