Lampen ins Krankenhaus Handball: Melle verliert erste Partie um den Aufstieg

Von Michael Hengehold

Jannik Lampen (Nummer 9) stürzte unglücklich und wurde ins Krankenhaus gebracht. Archivfoto: HSG Grönegau-Melle.Jannik Lampen (Nummer 9) stürzte unglücklich und wurde ins Krankenhaus gebracht. Archivfoto: HSG Grönegau-Melle.

Melle. Die HSG Grönegau-Melle hat ihr erstes Aufstiegsspiel zur Landesliga in Rastede mit 31:28 verloren. Die Gäste verloren durch einen Unfall Jannik Lampen, der aber das Krankenhaus wieder verlassen hat. Die entscheidende Rückpartie wird am Samstag ab 16 Uhr in Neuenkirchen ausgetragen.

Lampen war unglücklich hängen geblieben und auf den Kopf gestürzt. Er wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung sofort ins Krankenhaus gebracht, das er aber nach 24-stündiger Beobachtungszeit wieder verlassen konnte.

Nicht der einzige Ausfall auf HSG-Seite. Trainer Frank Lührmann konnte die Reise in den Norden krankheitsbedingt gar nicht erst antreten und wird auch im zweiten Spiel nicht zur Verfügung stehen.

Zwei-Meter-Kreisläufer machte Arbeit

So wurde das Team aus dem Grönegau von Ex-Spieler André Heidenescher betreut, der Erfahrung als Jugendtrainer hat. Und von Tino Topheide, Spielertrainer der zweiten Mannschaft.

Die Tiger kamen gut in die Partie und führten nach einer Viertelstunde 8:7. Rastede kam aber immer wieder über den Rückraum zum Erfolg und übernahm schließlich die Führung.

Sieben-Tore-Vorsprung

Während die Tiger mittlerweile zu passiv agierten und sich zu sehr aufs Blocken verließen, bereitete ihnen insbesondere der über zwei Meter große Kreisläufer des VfL reichlich Arbeit, der Defensivkräfte am Sechsmeterraum band. Zum Ende der ersten Halbzeit dominierte dann der Dritte der Landesklasse Nord die Partie.

Die HSG hingegen, als Vize der Südliga ins Ammerland gereist, bekam auch nach der Pause keinen richtigen Zugriff auf das Spielgeschehen. In der Folge verschafften sich die Hausherren einen sieben-Tore-Vorsprung.

„Da ist bei uns noch deutlich Luft drin“

Felix Bock war es entscheidend zu verdanken, dass es dabei nicht blieb. Er traf in der zweiten Halbzeit fünfmal das Tor des Gastgebers und brachte die HSG mithin zurück ins Spiel. Matheo Raude konnte hingegen nicht wie gewohnt aufspielen und steuerte nur zwei Treffer bei. „Rastede hatte uns vorher beobachtet und wusste genau, wohin Matheo wirft“, berichtete Interims-Coach André Heidenescher. Hinzu kamen etliche technische Fehler im Umschaltspiel, sodass die HSG letztlich mit einem drei-Tore-Rückstand gut bedient war. Zumal, wenn man Heideneschers Fazit berücksichtigt: „Wir haben nur 70 Prozent des Leistungsvermögen abgerufen. Da ist bei uns noch deutlich Luft drin.“

Diese Luft sieht der HSG-Vorsitzende Arend Meyer zur Heide durchaus und sieht der Entscheidung optimistisch entgegen. „Natürlich ist das noch umbiegbar. Einen drei-Tore-Vorsprung können wir zuhause auch erreichen.

In der Relegation zählt die auswärts-Tor-Regel, wie man sie aus dem Fußball kennt.